Imperial Cleaning

Der Inhalt

Vier brasilianische Performer, Schauspieler und Musiker mit deutschen Wurzeln spielen mit einem Karlsruher Schauspieler.

Neue Kameras am Alten Meßplatz

Musical Comedy in zwei Akten

Seit März läuft der Film erfolgreich in deutschen Kinos. In Ludwigshafen liest Josef Bierbichler selbst aus seinem Roman. Die Pfalzbau Bühnen verstehen sich inhaltlich wie ästhetisch als ein Ort gesellschaftlicher Debatte. Kann man alles sagen? Darf man alles sagen? Wie souverän gehen wir mit anderen Meinungen um?

Gibt es eine unsichtbare Zensur? Wird das Recht auf Meinungsfreiheit von Kräften missbraucht, die selbst keinen Widerspruch ertragen? Ist das lebendige Meinungsvielfalt oder kündigen sich Weimarer Verhältnisse an?

Sind wir von der Konsensgesellschaft weichgespült? Und welche Funktion hat die Institution Theater, die den Anspruch erhebt, für alle da zu sein? Grand Finale, das jüngste, international bejubelte Werk Hofesh Shechters, ist ein verwegenes und anspruchsvolles Stück für zehn Tänzer und sechs Musiker. Komisch, rau und wunderschön zugleich, führt es eine Welt vor Augen, die im Widerspruch mit sich selbst steht, die voller anarchischer Energie und ungestümer Komik ist.

Indem er diesen unbezähmbaren Charakter herausfiltert, zeigt Shechter die Vision einer Welt auf, die sich im freien Fall befindet. Werke wie Cult, das berauschende Political Mother oder barbarians machen deutlich, dass es diesem Choreographen auf der Seele brennt, dass es ihn drängt, in seinen Kreationen Stellung zu beziehen, dass er das Bedürfnis hat, verstanden zu werden. Trotzdem legt Hofesh Shechter Wert darauf zu betonen, dass es letztlich weniger darauf ankommt, was er sich selbst bei einer Choreographie gedacht hat, sondern vielmehr darauf, dass mit den Zuschauern etwas passiert, wenn sie in der Aufführung sitzen.

Ob bei ihnen dabei alles genauso ankommt, wie er es im Sinn hatte, ist für ihn eher zweitrangig. Die Zuschauer sollen sich nicht fühlen, als müssten sie eine Prüfung bestehen. Was sich sicherlich sinnlich und intuitiv erfassen lässt, wenn man Grand Finale sieht, konkretisiert sich, wenn man die Vorüberlegungen Hofesh Shechters kennt. Es ist dieses Gefühl, das sich einstellt, wenn man die Nachrichten sieht: Dinge entgleiten der Kontrolle, Menschen geraten aus der Fassung und werden von Panik erfasst.

Dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Kollaps fast zelebriert wird. Inmitten dieses chaotischen Zustands, der apokalyptische Züge trägt, lässt sich trotzdem ein amüsanter Kern finden. Ein reifes und grandioses Werk … giftig, emotional und überraschend zärtlich. Grand Finale , das jüngste, international bejubelte Werk Hofesh Shechters, ist ein verwegenes und anspruchsvolles Stück für zehn Tänzer und sechs Musiker. Es herrschen goldene Zeiten in der Republik Venedig.

Ein Pfund Fleisch von Antonios Körper fordert Shylock, falls der Kredit, den er ihm gewährte, nicht rechtzeitig zurückgezahlt werden kann. Der Zahltag bricht an, Antonios Untergang scheint unvermeidlich, denn Shylock dringt nun unbarmherzig auf die Begleichung der Schuld. Von Gnade will der verspottete und diskriminierte Jude nichts wissen.

Sein Insistieren auf die Rechtsgültigkeit seines Anspruchs wird vor dem christlichen Gericht allerdings mit einem juristischen Kniff aus der Trickkiste des Kasperletheaters beantwortet; der entrechtete Shylock steht einmal mehr als armer Teufel und Verlierer da.

Zugleich schwerelose Leichtigkeit und tieftraurige Betroffenheit halten sich in dieser Aufführung souverän die Waage, in der es ein Wiedersehen mit Joachim Meyerhoff als Shylock gibt. Gnadenlos unversöhnlich ergreift dieser entschlossen die Chance, sich für jahrelange Demütigungen zu rächen und steht am Ende doch wieder als der Düpierte da. In der klug ins Heute transponierten Inszenierung sind sämtliche Rollen hervorragend besetzt: In ihrer geistvoll verspielten und souverän theatralischen Inszenierung gelingt Karin Beier die Entideologisierung dieses schwierigen Werks als Commedia der Ausweglosigkeit: Was die Eltern verbocken, baden die Kinder aus, ganz egal, in welchen Gottes Namen.

Ein vielseitiges Showprogramm und eine aufwendige Saaldekoration bilden den stimmungsvollen Rahmen dieser Ballnacht. Reichlich Gelegenheit zum Tanz bieten gleich zwei Tanzflächen. Vor einer Schlosskulisse mit Türmen und Zinnen — die Nachahmung eines schottischen Castles — präsentieren die Künstler immer neue Facetten der schottischen Kultur.

Brauste eben noch der eindrucksvolle Klang der Bagpipes und Drums durch die Halle und erfasste die Menschen auf den Tribünen, sorgen im nächsten Moment gefühlvolle Balladen voll Sehnsucht und Weite für berauschende Stille im Saal. Die mitwirkenden Künstler gehören zum Besten, was Schottland zu bieten hat. Zu den Dudelsackspielern und Trommlern zählen viele Gewinner internationaler Wettbewerbe und Weltmeister auf ihren Instrumenten.

Bald ist ihm jeder Besitz überschrieben und die Tochter als Braut versprochen. Orgon, ein selbstgefälliger Familiendespot, ist dem Betrüger in fanatischer Bewunderung ergebenund will die Wahrheit über ihn nicht hören; sogar Tartuffes Griff nach seiner Ehefrau Elmire entgeht ihm.

Die slowenische Regisseurin erzählt das Aufeinandertreffen von Heuchelei und Leichtgläubigkeit in einer achtzig Minuten kurzen, hochkonzentrierten Textfassung ohne jeglichen Substanzverlust. Sie verlegt die Geschichte in ein raffiniert konstruiertes Treppenhaus, in dem sich die Figuren treffen, einander belauern und bespitzeln und konspirative Pläne schmieden. Letztlich erweist sich die Scheinheiligkeit der dekadenten Familie als ebenso schändlich wie Tartuffes Hinterhältigkeit.

Bar jeder Illusion führt sie das Stück mit inszenatorischer Präzision in die Gegenwart: Jede Handbewegung, jeder Schritt auf dem engen Raum ist bewusst gesetzt und hat eine Bedeutung. Ein ungemein konzentrierter Abend — fast ohne Requisiten, ganz pur, aber ein reines Vergnügen. Unfähig, den freiheitlichen Geist seiner Geliebten zu akzeptieren, führt ihn diese Liebe auf den Weg in eine emotionale Hölle: Eifersucht, Leidenschaft und Rache bestimmen sein Denken und sein Handeln.

Und so nimmt sein Ballett deutlich Stellung zu körperlicher Gewalt und ihren Konsequenzen. Zusätzlich lässt der Choreograph das Geschehen von einem kleinen Jungen beobachten und lädt damit das Publikum ein, die Hauptperson mit den Augen eines Kindes neu zu entdecken. Zwei Menschen begegnen sich in derselben Welt. Er lauscht und erkundet den Klang: Er klopft, klappert, dröhnt, klabautert, trommelt, pocht und paukt.

Wie können sich die Zwei verstehen? Langsam entdecken sie, dass Bewegung Töne erzeugt und Trommeln Bewegung ist. Der Tanz und die Musik sind Weltsprachen, die keine Grenzen kennen. Bewegung und Töne werden unmittelbar erlebt und erfahren. Gerade deshalb eignen sie sich wunderbar für ein junges Publikum, dessen Spracherwerb noch in vollem Zuge ist. Ein Junge und ein Mädchen befragen das Thema. Was macht Liebe aus? Einander ähnlich genug sein und zugleich verschieden genug.

Einander Freiheit und Sicherheit zugleich geben. Nicht aufhören, über den anderen zu staunen und vom anderen zu lernen. Gemeinsame Ziele haben und Probleme angehen. Die beiden spielen die verschiedenen Möglichkeiten durch. Sie beobachten die Liebe von Menschen, die sie kennen. Denken sich aus, wie es wäre, jemand anderes zu sein. Wie lieben sich Geschwister? Wie lieben sich Freunde? Eltern und Kind, Kind und Haustier — und: Wie lieben sich Lebenspartner?

Während die beiden von Spiel zu Spiel wechseln, nimmt ihre eigene Beziehung immer mehr Gestalt an. Seine Theaterstücke wurden vielfach nominiert und prämiert. Zuletzt inszenierte er u. Stell Dir diesen Ort vor, über den jeder spricht. Den Ort, in den wir all dies verwandeln. Diese Welt, die das Ergebnis all unserer Anstrengungen der letzten Jahre ist. Diesen Ort nennen wir Fortschritt.

Dort leben Wesen, die uns ähneln, die auf perfekte Weise so gestaltet wurden, dass sie uns imitieren. Was wir Leben nennen, wurde in eine künstliche Landschaft verwandelt, und aus ihren Einwohnern wurden technische Geräte, die jede Form der Leidenschaft verloren haben. Die Gegenwart, in der wir leben, gibt uns eine Vorstellung von der Zukunft, in der wir einfach aufgehört haben zu fühlen.

Eine Zukunft, in der wir nicht einmal mehr darauf hoffen, uns von anderen zu unterscheiden und ein eigenes Leben zu leben. Marcos Morau und seine Tänzer regen zur Reflexion an über die Idee des Fortschritts, die uns aufgebürdet wird. So visualisiert er eine Zukunft, die offensichtlich zu weit weg ist. Warum entfernt sich eine Person immer gerade dann, wenn ein menschliches Wesen zeigt, dass es Bedürfnisse und Sehnsüchte hat? Wenn du die Kinder kontrollierst, kontrollierst du die Zukunft.

Seitdem wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und choreographiert an wichtigen Ensembles wie dem spanischen Nationalballett und dem Royal Danish Theatre in Kopenhagen. Für aktuelle Musik sorgt die Live-Kapelle Rosegarden.

Tanzeinlagen und Shows liefern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Auch seine Romane sind herrliche Sittengemälde aus einer bigotten, kleinbürgerlichen Zeit. Weil er aber seine Streiche mit wunderbarem Humor erzählt, kann ihm am Ende niemand böse sein. Ein Blick in seine Biographie zeigt, dass Stockhaus zudem ausgesprochen vielseitig ist. Im Kino wie im Fernsehen ist er häufig präsent, steht aber genauso oft auf wichtigen deutschen Schauspielbühnen wie dem Schauspiel Stuttgart, dem Deutschen Theater, der Volksbühne und dem Maxim-Gorki-Theater in Berlin.

Als Erwachsener konstruierte er dann einen Roboter, mit dem er tanzen konnte. Kann es menschliche Nähe zwischen einem künstlichen Wesen und dem Menschen geben? Ich wollte uns alle an unsere grundlegendste Hoffnung von Beginn an erinnern, dass wir nur Kinder sind, aber eben erwachsene Kinder.

Besuch erst ab 14 Jahren Wer war zuerst untreu — Mann oder Frau? Um diese Frage zu beantworten, spielt der französische Dichter Marivaux den Sündenfall durch einen makaberen Menschenversuch nach. Als junge Erwachsene begegnen sie sich zum ersten Mal — streng beobachtet von einem Prinzen und seiner Gattin.

Beziehungsmodelle, sexuelle Selbstbestimmung und die Machtverhältnisse unter den Geschlechtern. Während der Prinz und seine Fürstengattin durch groteske Klappmaulpuppen verkörpert werden, erscheinen die jungen Liebenden als überdimensionierte Gliederpuppen. Die Puppen werden zu ausdrucksstarken Persönlichkeiten — erschreckend menschlich und doch abstrakt.

In dieser ebenso witzigen wie verstörenden Anordnung wird die Frage nach dem Ursprung der Untreue zu einer Farce und der freie Wille des Individuums zur Illusion. Denn allesamt werden letztlich von fremder Hand zur Untreue geführt.

Nikolaus Habjan erhielt den Nestroy-Theaterpreis und wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen. Und diese Lust sieht man auf der Bühne seinen Darstellern, seinen Puppen und auch ihm selbst an.

Felix Mendelssohn Bartholdy — Der D er alte geizige Geschäftsmann Scrooge will nichts von Weihnachten wissen. Jedes Jahr sieht er dem Fest der Freude und der Liebe murrend entgegen. Dies ändert sich, als ihm in der Weihnachtsnacht der Geist seines verstorbenen Arbeitskollegen erscheint, der zu Lebzeiten habgierig war und nun in Ketten liegt.

Er warnt Scrooge vor den Folgen, den sein Geiz und seine Abneigung gegenüber Mitmenschen nach sich ziehen werde. Die Inszenierung von Richard Clodtfelder nimmt den Zuschauer mit auf eine lustige, lebhafte, aber auch nachdenkliche Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des alten Griesgrams und lässt sie teilhaben an dessen wachsender Erkenntnis, wie wichtig Familie und Freunde im Gegensatz zu schnödem Mammon doch sind.

Es war einmal ein kleiner Onkel. Der kleine Onkel war sehr einsam. Niemand kümmerte sich um ihn, obwohl er sehr nett war. Alle fanden ihn zu klein. Und dann fanden sie auch noch, dass er albern aussah mit seinem komischen Hut. Deswegen war niemand nett zu dem kleinen Onkel. Nachts weinte er manchmal, weil er so traurig war.

Eines Tages aber hatte er eine Idee. Zufrieden ging er nach Hause und wartete. Zehn Tage und zehn Nächte lang wartete der kleine Onkel. Und nach Pompolompusien vielleicht. Aber ganz bestimmt in Deine Nähe! Es sieht also wiedermal ganz nach einer typisch rundum grammeligen Puppet-Comedy-Show mit verrückter Comedy aus — mit leisen, auch bewegenden Momenten, jeder Menge herrlicher Albernheiten und irrer Überraschungen! Mehr wird aber noch nicht verraten! Weihnachten ist der schönste Tag im Jahr, darüber sind sich alle einig.

Nur der geizige Ebenezer Scrooge kann mit gemütlichem Beisammensein um den Tannenbaum, mit Kerzenlicht und vor allem mit Geschenken überhaupt nichts anfangen. Selbst an Heiligabend hat er kein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen seiner Mitmenschen, sondern zählt lieber sein Geld. In der Weihnachtsnacht allerdings kommt es zu einer eigentümlichen und weitreichenden Begegnung: Ebenezer Scrooge erscheint im Traum sein verstorbener Geschäftspartner Marley und warnt ihn vor der ewigen Verdammnis, wenn er sich nicht ändert.

Kurz darauf bekommt Scrooge Besuch von den Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht. Die drei bereiten ihm eine ganz besondere Bescherung… Bereits schrieb Charles Dickens seine Weihnachtsgeschichte, die auch heute noch Kinder und Erwachsene fasziniert. Ebenezer Scrooge wird am Heiligen Abend von Geistern besucht, und der Zuschauer darf miterleben, wie der herzlose alte Mann zu einem liebenswerten Unterstützer der Armen wird.

Beschreibung Kurz vor den Fest- und Feiertagen lädt das Weihnachtskonzert der Bürgerstiftung in besonderer Weise dazu ein, sich an fantastische Orte zu träumen: Weniger bekannt, aber in seinem spätromantischen Stil ganz dem Klangidiom Brahms verpflichtet, brilliert die virtuose Violinistin Maia Cabeza mit Alexander Glasunows Violinkonzert.

Skizziert werden die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens — von der Freiheit der Liebe bis hin zur Furcht vor dem unentrinnbaren Schicksal. Die Faszination für Carl Orffs Vertonung ist seit ihrer Uraufführung ungebrochen und schlägt ihre Zuhörer mit klangtrunkener Fülle, pulsierender Rhythmik und perkussionsgeladener Orchestration in den Bann. Das Stück ist eine Hommage an eine bedeutende Persönlichkeit des Hauses: Casado verwandelte Orffs weltberühmte Komposition in ein opulentes sinnliches Tanzfest voller archaischer Wucht und poetischer Schönheit.

Die Neueinstudierung unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Justin Brown ist eine Verneigung des Hauses vor seinem Ehrenmitglied, das den Tanz zeit seines Lebens als eine universelle grenzenlose Kunst gefeiert hat.

Das Badische Staatsballett Karlsruhe konnte unter ihrer Leitung seinen Ruf weit über die Region hinaus festigen und findet durch das vielfältige Repertoire klassischer und moderner Ballette zunehmend auch internationale Beachtung. Unmerklich scheinen sie sich einem Tanz hinzugeben, der in eine faszinierende Traumwelt führt. Sehnsucht und Hingabe nehmen den Besucher gefangen, und in den rhythmischen Klängen, die ihn unerbittlich in seinen Bann schlagen, nimmt er erst allmählich die tiefen Stimmen war, die ihn sachte zur Ordnung und in die Realität zurückrufen.

Angelin Preljocajs neue Choreographie widmet sich einem alten Menschheitstraum: Sie erzählt von einer Reise in jene Dimension, in der ein Bild den Zugang zur Transzendenz eröffnet und das reale menschliche Wesen in Einklang mit dem Gemälde tritt. Metaphorisch dafür stehen die Haare der Frauen, seit jeher Sinnbild für Lebenskraft und Erotik, die als riesige poetische Projektionen die Szenerie beherrschen und den traumhaften Charakter des Stückes malerisch unterstreichen.

Auch wir, die Zuschauer, können uns dem Zauber dieses Tanzmärchens kaum entziehen. Es folgte Hit auf Hit: Eine professionelle Lichtshow unterstreicht mit den knalligen Farben der Siebziger den unverwechselbaren Retro-Look. Der alte Faust ist seines Lebens und seiner Forschungen überdrüssig. Eigentlich will er sich das Leben nehmen, doch der teuflische Mephisto verspricht ihm neue Jugend — für den Preis seiner Seele.

Faust schreckt zurück, doch da lässt Mephisto das Bild Margaretes aufscheinen. Von dieser Vision verzaubert, geht Faust den höllischen Pakt ein, dessen Opfer die unschuldige Margarete wird. Weggehen, ausbrechen, frei sein: Wut und Unruhe stecken in dem jungen Mann, der als Goethes Werther zu einer Kultfigur seiner und aller folgenden Epochen wurde. Getrieben von einer unbändigen Sehnsucht nach Freiheit und nach dem Leben im Hier und Jetzt, macht er sich auf den Weg, Grenzen zu überschreiten und Neuland zu betreten.

Und als er dann auch noch Lotte begegnet, ist es um ihn geschehen. Obwohl er bald erfährt, dass Lotte schon vergeben ist, begehrt er sie weiter mit kindlichem Trotz, einem fast hilflosen: Werther ist vollkommen erfüllt von einem Gefühl des jugendlichen Totaloptimismus, das ihm ständig suggeriert: Dieses Grundgefühl hat er gemeinsam mit Generationen junger Menschen, die aus der Geborgenheit ihrer Jugend aufbrechen und hin- und hergerissen sind zwischen dem Wunsch, Kind zu bleiben und der Notwendigkeit, erwachsen zu werden.

Was bedeutet es, seine eigene Lebensgeschichte zu schreiben? Er sucht die Verbindung zu einer Vielzahl von künstlerischen und wissenschaftlichen Bereichen, um das Wesen der verkörperten Wahrnehmung zu untersuchen, und experimentiert immer wieder mit der Frage, wie sich das Leben durch die Erfahrung des Körpers ausdrückt, der sich intelligent in Raum und Zeit bewegt. Der dünne, geschmeidige und charismatische Mann mit der Glatze wurde nicht nur mit zahlreichen Bühnenpreisen ausgezeichnet, sondern besitzt auch einen akademischen Abschluss in Semiotik und ist Forschungsmitglied an der kognitionswissenschaftlichen Fakultät der Universität Cambridge.

Er beginnt mit einem Zyklus von choreographischen Portraits, beleuchtet durch die Sequenzierung, also Entschlüsselung seines eigenen Genoms. Leben, das sich selbst ein neues Leben schreibt.

Kaschtanka lernt die fremde Welt des Zirkus kennen und wird Mitglied einer ungewöhnlichen Zirkustruppe. Als Iwan stirbt, muss Kaschtanka ihn bereits am kommenden Abend ersetzen. Die Mummpitz-Version ist eine fröhlich-musikalische Übersetzung dafür. Die Zeitungen berichten von Hausierern, die sich im Dachboden wohlmeinender Bürger einnisten und sich später als Brandstifter entpuppen. Eines Abends steht ein Unbekannter in der Tür. Gottlieb Biedermann ist alarmiert: Brandstifter, nichts als Brandstifter!

Aber statt dem Fremden entschieden die Tür zu weisen, besinnt er sich auf seinen guten Ton als bestens informierter und aufgeklärter Bürger — und bietet dem Unbekannten eine Bleibe an. Bald wird der Dachboden offensichtlich als Lager für Benzinfässer genutzt, und als plötzlich ein zweiter Gast auftaucht, wird die Situation brenzlig.

Biedermann sucht Rettung in der Freundschaft mit den Brandstiftern, die — so hofft er — einem braven Bürger sicher nicht das Eigenheim anzünden. Bis die ganze Stadt in Flammen steht. Biedermann und die Brandstifter ist eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an kein Geheimnis aus ihren wahren Zielen machen.

Der israelische Choreograph Itzik Galili steht für psychologisch scharf durchleuchtete Situationen — und im Companydirektor Eric Gauthier finden sich viele Talente. Als Solist im klassischen Ballett, als Gitarrist einer Pop-Band, als Direktor einer zeitgenössischen Tanzcompagnie, als Tanzvermittler par excellence und als charmanter Entertainer schwimmt er auf der Bühne wie ein Fisch im Wasser. Aus Angst vor der Begegnung mit der inneren Welt hält er seine Erinnerungen fest verschlossen in Gläsern und Behältnissen.

Wie eine Sammlung bilden diese Erinnerungen Türen in sein Leben. Um hinter die eigene Fassade zu blicken und mit Hilfe eines Lügendetektors die Wahrheit über sich herauszufinden, begibt er sich in ein Verhör. Die Zuschauer werden Zeuge einer Selbstbefragung, durch die der verwundbare Mensch hinter den Kulissen sichtbar wird. Gibt es ein Entkommen aus der schicksalhaften Rachespirale, die sich durch einen Fluch in jeder Generation fortsetzt? Ob sie ihr Handeln durch Vernunft und Verantwortung leiten lassen oder durch einen alten Fluch rechtfertigen wollen, der das ständige Morden vorherbestimmt.

Wehner siedelt die Geschichte um Orest und seinen Rachemord an der Mutter und ihrem Liebhaber in der morbiden Atmosphäre einer baufälligen Villa an, die durch Licht und Musik noch betont wird. Die neun Darsteller treten mal als antiker Chor und mal in individuellen Rollen auf. Mal ist ihr Sprechen stark rhythmisiert, mal ergänzen sie gegenseitig ihre Sätze.

Eine fulminante Ensembleleistung, geführt durch eine präzise Choreographie. In der Stimmenvielfalt zeigt sich das Nachdenken über die zentrale Frage: Verantwortung übernehmen und die Rachespirale unterbrechen oder sich in der Masse wegducken? Frank schafft es über Jahre hinweg, sich Geld zu ergaunern, Frauenherzen zu erobern und seinen ärgsten Verfolgern immer wieder ein Schnippchen zu schlagen, bis er sich ernsthaft verliebt… Mit viel Tanz, Gesang, Witz, wilden Verfolgungsjagden, Ohrwürmern und Liveband verzaubern die 16 Darsteller knapp zwei Stunden lang das Publikum.

Verlust, Wechsel und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Das Konzept und was den Abend zusammenhält ist natürlich die Auswahl der Musik: Wir fühlen eine Art Nostalgie und betrachten diese Zeit — besonders von heute aus gesehen — als einen Ort, an dem alles einfach und frei erschien.

Wenn wir älter werden, denken wir oft über unsere Lebensreise nach, und ich schaue ein für alle Mal mit einem zufriedenen Lächeln auf meinen Weg zurück, als die Dinge noch freundlich und sorgenfrei waren.

Das waren goldene Tage! Da sind sie wieder, unsere lieben alten Freunde. Wie ihre Vorbilder schwärmen The Little Blues Brothers für den Kuschelrock der sechziger und siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts… und bringen so ziemlich alles mit, was er an Romantischem zu bieten hat: Zwischen den Songs halten die beiden ihre Gäste mit ihrer ganz eigenen Art von Entertainment bei Laune.

Ihre Songs nehmen sie ernst, sich selbst nicht. Get together by the Stehblues! Essen kann sich mitunter ganz schön dahinschleppen. Oder es artet regelrecht in eine Plage aus, es wird herumgekleckert und es herrscht ein Heidenlärm. Bis die Kinder zu hören bekommen: Iss deinen Teller auf, spiel nicht mit dem Essen herum, sonst verschwinde gefälligst von hier. Irgendwo abwarten, bis sich die Gemüter beruhigt haben?

Plötzlich sind die Kinder verschwunden und verstecken sich irgendwo im Haus. Während sie versuchen, die Kinder aufzuspüren, wächst ihre Verzweiflung. Die niederländische Tanzcompagnie DeStilte hat für ihre neueste Kreation erstmals mit zwei international bekannten Komponisten zusammengearbeitet und wirft die Frage auf: Wer benimmt sich hier eigentlich daneben? Ein stadtneurotisches Kindergartenkind strandet auf einem Therapiebauernhof.

Doch die Tiere sind längst online und chatten über die Frage: Die Mama des Kindes scheitert an ihrer heillosen Selbstoptimierung, während das städtische Krankenhaus zum frischen Start-up aufrüstet und Geschäftsmodelle wie Selfie-Geburt und Do-it-yourself-Sterben entdeckt. Im selben Jahr wurde sie für verschiedene Preise nominiert: Für ihr Abschluss-Soloprogramm erhielt sie den Folkwang- Preis.

Er ist ein ewiger Mieter im Hotel Mama: Genauso könnte man einen Pudding nach dem Sinn des Lebens fragen, klagt er. Was haben diese Eltern nur falsch gemacht? Aber dann lernt Marc Selma kennen, die in puncto Zielstrebigkeit sein genaues Gegenteil ist: Sie holt an der Abendschule ihr Abi nach, hat zwei Jobs und kümmert sich noch dazu um ihre psychisch labile Mutter Heidrun, die als Köchin in einer Werkskantine arbeitet.

Aus den beiden ungleichen Neunzehnjährigen wird ein Liebespaar. Endlich scheint es aufwärts zu gehen mit Marcs Antriebskraft, und da ist Selma auch schon schwanger. Sofort startet Bettines und Gerds Fürsorge-Wahn.

Sie machen sich an die Zukunftsplanung für Sohn und Enkelkind in spe. Nur Selma und Marc hat noch niemand gefragt …. Turbulente Dschungel-Action über Freundschaften, die Grenzen überwinden: Das für seine fantasievollen Familienshows bekannte Theater Liberi inszeniert eine moderne und kreative Fassung für Kinder und Kindgebliebene.

Mit einem farbenfrohen Bühnenbild und eindrucksvollen Kostümen entsteht die prachtvolle Dschungelwelt. Die bunte Reise durch den geheimnisvollen Urwald wird mit Licht- und Nebeleffekten stimmungsvoll in Szene gesetzt. Dabei erlebt er den Urwald mit all seinen Schönheiten.

Aber auch den Gefahren: Cabaret der er und er Jahre: Es war bunt, es war schrill, es war zart und unberechenbar. Hollaender bis Kurt Tucholsky. Ob als Halbweltdamen oder kampflustige Feministinnen, einfache Hausmädchen oder einsame Frauenherzen — viele Sorgen, Zumutungen und Abgründe der frühen Jahre des Jahrhunderts scheinen zu Beginn des Sie folgt ihrem Heimweh und kehrt nach Wien zurück. Erst nach einer gründlichen Überarbeitung sechs Jahre später eroberte die Operette vom Berliner Metropoltheater aus die Bühnen der Welt.

In seinem kompositorischen Schaffen widmet er sich unterschiedlichen Genres. Sie besteht aus den Werken Lied uraufgeführt , Chor uraufgeführt und Messe, das im Juni von den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Christian Thielemann zur Uraufführung gebracht worden ist.

Dieses Musikstück ist auch Teil des von Widmann geleiteten 5. Und so liegt hier die höchst subjektive, romantische Ausdrucksform mit dem ästhetisch geschlossenen, objektiven Prinzip der klassischen Symphonie im spannungsvollen Widerstreit. Die Junge Deutsche Philharmonie versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen und formt sie, nach bestandenem Probespiel, zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen. Bereits ihre ersten Choreographien erregten Aufsehen und wurden in Paris als Sensation gefeiert.

Gleichsam über Nacht hatte sich Grupo Corpo als erste brasilianische Compagnie an die Weltspitze getanzt, wo sie bis heute einen festen Platz innehat. Jubiläums der Grupo Corpo, basiert auf dem Thema der Erinnerung. Das Werk wurde meisterhaft komponiert für das neunzigköpfige Philharmonische Orchester von Minas Gerais und verbindet die einzelnen Teile durch raffinierte Intermezzi der Musikgruppe Ukati.

So kann Choreograph Rodrigo Pederneiras die besten Stücke aus dem gesamten Repertoire der Gruppe neu entdecken und eine Art Synthese seiner 34 Jahre dauernden choreographischen Arbeit mit dem Ensemble entwickeln. Aber es ist Eshu, der die Aufführung leitet und als treibende Kraft formt.

In der afrikanischen Kosmologie repräsentiert Eshu das dynamische Prinzip, ohne das es keine Bewegung gäbe. Auf der Grundlage von Bildern, welche erst durch die heutige Technik von Satellitenaufnahmen möglich sind, lässt uns Messner die individuellen Charaktere der Bergriesen hautnah erleben. Aus Perspektiven und Höhen, die bisher undenkbar waren, kommen wir der Bergwelt näher als jemals zuvor.

Auf dem Fundament von Geowissenschaft und Alpinismushistorie nimmt Messner sein Publikum mit zu den 13 wichtigsten Gipfeln der Bergsteigergeschichte. Mit seinem beeindruckenden Wissen und der Erfahrung aus seinen Expeditionen, erfüllt Reinhold Messner die technisch brillanten Bilder mit Leben.

Im Vortrag ergänzen sich alpinistische Erlebnisberichte mit neuester satellitengestützter Visualisierungstechnik, besteigungshistorisches Wissen und fototechnisches Know-how zu einem Gesamtbild. Menschen mit Idealismus sind bewundernswert. Selbstlos setzen sie sich für die gute Sache ein, für das Wohl anderer Menschen, für Gerechtigkeit. Gottfried von Berlichingen ist ein solcher Mann.

Gegen die Dekadenz des aufstrebenden Adels verteidigt er die alten Ritterrechte, kämpft für die Belange des Volkes und schert sich wenig um sein Ansehen bei der Obrigkeit. Aber trotz seiner Jugend zeigt Goethe sich klug genug, die energische Unbedingtheit seiner Hauptfigur in Frage zu stellen. Gottfried von Berlichingen regiert mit der eisernen Faust und ist nicht bereit, eigene Anschauungen zu überdenken. Am Ende geht sein Kalkül nicht auf, er bezahlt mit dem Leben.

Wo endet die Freiheit des Einzelnen, wo beginnt radikales Denken? Eine Frage von höchster Aktualität. Intendant Tilman Gersch inszeniert die suggestive, sprachgewaltige erste Fassung des Götz von Berlichingen mit Schauspielern eigens für die Pfalzbau Bühnen Ludwigshafen. Wie aber verhält es sich mit dem Judaskuss? In der christlichen Kultur steht dieses Wort für den schlimmsten Verrat, den je ein Mensch begangen hat.

Was ihn zu dieser Tat bewog, bleibt bis heute im Dunkeln. Schnell war er zur Verkörperung des Bösen abgestempelt, und nur wenige haben sich seither die Mühe gemacht, seine Motivation zu befragen. Nach Jahren beginnt er zu sprechen — ein Akt der Befreiung von einer unermesslichen Schuld. Lot Vekemans geht es in ihrem klug differenzierten Monolog aber nicht um eine simple Rechtfertigung. Judas ringt selbst darum, sein rätselhaftes Handeln plausibel zu machen. Sichtbar wird vor allem der ungeheure Schmerz über die Tat, die auch ihm nicht bis ins letzte ergründbar scheint, und über die Bürde, für immer ein Symbol des Sündhaften zu sein.

In der Essenz steht Judas als einer vor uns, der kämpft und fehlbar ist — wie wir alle. Timo Tank spielt den Verfemten mit aller zweifelnden Unwucht, Gewalt und Liebe, dem verbitterten Zorn und der empfindsamen Verletzlichkeit eines Mannes, der sich seit Jahren in eigener Flamme verzehrt, ohne Erlösung zu finden.

Der Dämon, der seinem Judas. Alles beginnt mit einem Versprechen: Sechs Jugendliche wollen nicht einfach das Dasein ihrer Eltern erben. Die eigenwilligen Idealisten verhalten sich streng nach den Spielregeln ihres radikal-alternativen Lebensentwurfs: Es geht um alles: Auch wenn die Utopie letztlich scheitert, dürfen wir uns am Ende fragen, ob unsere vermeintlichen Sicherheiten es wirklich wert sind, den jugendlichen Leicht-Sinn so restlos aus unserem Leben verbannt zu haben. Von war er Oberspielleiter in Dresden.

Für anonyme Kunden, die ihrer Partner überdrüssig sind, übernimmt er das unangenehme Geschäft des Schlussmachens. Mit einem solchen Auftrag steht er also jetzt unvermutet der Liebe seines Lebens gegenüber, doch Hyppolite, Paulines aktueller Lover, hat sich das mit der Trennung kurzfristig anders überlegt und erscheint kurze Zeit später ebenfalls bei Pauline. Als er anruft, um den Auftrag bei Trennung frei Haus in letzter Minute zu canceln, fällt er aus allen Wolken: Das Handy klingelt bei seinem Gegenüber ….

In drei Akten kommt jede der musikalischen Kultfiguren zu ihrem Recht: Das sensationelle Finale ist einem erhabenen und feinsinnigen David Bowie gewidmet und spannt einen Bogen von Melancholie zu frohgemuter Rebellion.

Von Anfang an waren Michael Clarks Aufführungen geprägt von technischer Perfektion und Experimentierfreude, einer kräftigen und ausgefeilten choreographischen Handschrift, die Elemente aus Punk, Dada, Pop und Rock aufgreift. Mit seinen Produktionen, die zugleich provozieren und das Publikum regelrecht unter Strom setzen, hat er sich neues Terrain erobert.

Darüber hinaus hat Michael Clark mit seiner Company den Tanz an neue Zuschauerschichten durch Auftritte an ungewöhnlichen Orten herangeführt wie dem Glastonbury Festival oder dem legendären Barrowland Ballroom in Glasgow sowie durch die Zusammenarbeit mit angesagten Künstlern, Mode-Designern, Musikern und Filmemachern. Die Titelfigur dieser zauberhaften Geschichte ist ein kleiner Hund, der sich um alle Steine kümmern will, die er findet.

Der eine ist traurig und einem anderen ist kalt. Allen ist gemeinsam, dass sie unbedingt mitgenommen werden wollen. Und das macht der kleine Hund. Jeder einzelne Stein folgt Aston nach Hause und wird von einem warmen, behaglichen Bett empfangen. Seine Eltern sind zunächst sehr verständnisvoll und geduldig, werden aber allmählich immer besorgter angesichts der wachsenden Anzahl an Steinen in ihrem Wohnzimmer.

Die Geschichte Astons Steine handelt davon, wie leicht es ist, etwas oder jemanden lieb zu gewinnen. Für Kinder ist es so einfach zu lieben und Empathie zu empfinden, ohne Wenn und Aber, ganz ohne Einschränkung.

Als Erwachsener kann man sich vielleicht nur noch daran erinnern, wie einfach es war. Dort lebt Larry Ott, der verdächtigt wird, vor Jahren eine junge Frau ermordet zu haben.

Als dann eine weitere Frau verschwindet, steht der Täter natürlich schon fest. Betrunkene Vandalen randalieren vor Larrys Haus, bis die Situation eskaliert und er angeschossen wird. Mit den Ermittlungen zu diesem Fall wird Silas Jones betraut, ein junger Schwarzer, der in Chabot aufgewachsen ist und nun nach langen Jahren wieder in seine Heimat zurückkehrt.

Als Kinder verband Silas und den schon damals sozial isolierten, gemobbten Larry eine enge Freundschaft, die nach dem vermeintlichen Mordfall in die Brüche ging.

Mit dem Aufeinandertreffen der Protagonisten brechen die Wunden der Vergangenheit wieder auf, denn auch Silas hat einst eine schwere Schuld auf sich geladen, die er nun zu bereinigen versucht. Die Stücke sind langsame, verhangene, strenge Walzer fürs Cabaret. Die Nuancen des Klangs, der Farben und der Akkorde, zudem der neuartige Gebrauch der einzelnen Instrumente und nicht zuletzt die Transparenz des Orchestersatzes verblüfften und begeisterten die Zuhörer der Uraufführung.

Die Besetzung für Frauenchor, Tenor und Orchester deutet eher auf eine Vokalsymphonie hin als auf eine symphonische Dichtung. Hierfür spricht insbesondere die ungewöhnliche Funktion des Chors, der eher kommentiert als aktiv das Geschehen mitbestimmt. Sie ist in den lebenslustigen, aber unzuverlässigen Stewa verliebt und erwartet heimlich ein Kind von ihm. Zur Verzweiflung von Jenufa verbietet ihre strenge Adoptivmutter, die Küsterin Buryja, eine Hochzeit — Stewa soll sich in einem Probejahr als würdig erweisen und das Trinken aufgeben.

Als dann der stille, in sich gekehrte Laca seine Liebe erklärt und Jenufa umarmen will, kommt es zur Katastrophe: Jenufa bringt ihr Kind im Verborgenen zur Welt. Die Küsterin versucht, Stewa doch noch zu einer Ehe mit Jenufa zu bewegen, aber für die so entstellte junge Frau hat Stewa kein Interesse mehr.

Die Küsterin sieht nur noch einen Ausweg und lässt das Kind verschwinden, um doch eine Hochzeit zwischen Jenufa und dem bereuenden Laca zu ermöglichen. Doch gerade am Tag der Hochzeit taut das Eis und gibt die Kinderleiche frei …. Dabei war der Weg auf die Bühne ein steiniger, denn die Partitur wurde am Prager Nationaltheater abgelehnt. So fand die erfolgreiche, jedoch folgenlose Uraufführung am Januar in Brno Brünn statt.

Eine Stadt befindet sich im Ausnahmezustand: Ein Kindermörder treibt sein Unwesen, und an jedem Ort, zu jeder Zeit kann er wieder zuschlagen. Die fieberhafte Fahndung der Polizei läuft ins Leere; alle Sicherheitsvorkehrungen erweisen sich als nutzlos. Der Fall ist ein gefundenes Fressen für die Lokalpresse und ein sensationslüsternes Publikum. Fritz Langs Stummfilmklassiker aus dem Jahre ist in seiner schneidenden Analyse der Mechanismen von Angst und Terror, Meinungsmache und Massenhysterie aktuell wie je.

Säidow hat den Stoff auf diese Bezüge hin abgeklopft und eine Bühnenfassung geschrieben, die Klassiker und Gegenwart subtil und eindringlich verbindet.

Die Schauspieler nutzen alles, was sie in die Hände kriegen: Schauspiel verbindet sich mit Figurentheater, Konzert mit Show zu einem interdisziplinären Gesamtkunstwerk. Putziger Nachwuchs im Tiergarten Stendal: August bei Familie Esel ein Hengstfohlen mit auffälliger Blesse auf die Welt gekommen ist, ist der kleine Eselhengst, der seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt, mittlerweile ….

Wetter in Stendal Stendal - Motorradfahrer aus Kreis Stendal stirbt auf B Der Plan war ganz simpel: Am späten Sonntagabend kam es gegen Betroffen von dem Brand war eine etwa 1. Brand eines Mehrfamilienhauses in Heeren Stendal. Machen Smartphones Kinder krank?

Der Deichbruch von Fischbeck im Juni stand bundesweit sinnbildlich für die Elbeflut. Stendal — Archiv Aus den anderen Städten.

Wissen, wann Ludwigshafen im Rampenlicht steht.