Imperial Cleaning

Künstliche Befruchtung: Kinderwunsch, aber ohne Partner? Ab nach Dänemark!

Welche Möglichkeiten für lesbische Paare gibt es? Mehr Samenspender oder Co-Elternschaft?

Singlefrau sucht Samenspender: Weiblich, ledig, trotzdem schwanger

Singles mit Kinderwunsch: Ohne Partner möglich?

Doch Claudia geht es schlichtweg wie vielen Frauen ihres Alters: Sie hat den Richtigen nicht gefunden, will deswegen aber nicht auf Kinder verzichten. Als ihre letzte Beziehung in die Brüche ging, war sie Anfang Damals setzte sie sich ein Limit: Der Bundesgerichtshof hat am Dieses steht dann dem Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung gegenüber, dem vor Gericht meist ein höheres Gewicht zukommt.

Nach altem Recht müssen die Dokumente 10 Jahre aufbewahrt werden, seit sind es sogar 30 Jahre. Wer also vor anonym gezeugt wurde, hat schlechte Aussichten, Auskunft zu erhalten", sagt Juristin Susanne Benöhr-Laquer.

Um ein Kind zu bekommen, gehen viele Frauen ins Ausland. Samenspenden sind für Singlefrauen und Lesben in Deutschland zwar nicht verboten, aber für diese Personengruppen schwierig zu bekommen. Nachdem der Bundesgerichtshof Anfang des Jahres urteilte , dass ein Samenspenderkind in jedem Fall Auskunft über den biologischen Vater verlangen kann, sind Ärzte und Spender vorsichtiger geworden. Denn ist der Spender bekannt, hat das Kind die Möglichkeit, ihn auf Unterhalt zu verklagen.

Können der Arzt oder die Klinik keine Auskunft über den Spender geben, sind auch sie auf Schadensersatz verklagbar. Als Claudia einen Arzt fand, der ihr helfen wollte, verlangte er dafür die Unterschrift irgendeines Mannes, der die Vaterschaft anerkennt.

Claudia fragte ihren guten Freund Kay. Ein Vertrag, der einer Klage niemals standgehalten hätte: Claudia wusste um die Gegenstandslosigkeit des Vertrags, doch sie war sich sicher, dass es nie zu einer Klage kommen würde. Nicht zuletzt, weil die Unterschrift ihre einzige Chance war, in Deutschland eine Samenspende zu bekommen. Am Tag der Unterzeichnung war Kay wie vom Erdboden verschluckt. Bis heute hat Claudia nichts mehr von ihm gehört.

Sie fühlte sich allein gelassen. Von Kay, aber auch vom deutschen Rechtssystem, das Solofrauen den Kinderwunsch verweigert. Im europäischen Ausland ist die Rechtslage weniger schwammig oder lückenhaft. In Dänemark etwa haben Spender keine Verpflichtungen gegenüber dem Kind, die Spendenbereitschaft ist entsprechend höher.

Der Reproduktionstourismus boomt daher: Nachdem Claudia weitere Optionen, wie einen One-Night-Stand oder eine private Samenspende aus dem Internet, durchgespielt und als "nicht geeignet" abgehakt hatte, stand nur noch eine Option auf ihrer Liste: Geburtstag, flog sie nach Kopenhagen.

Acht Jahre war die Jährige mit einem Mann zusammen, der schon ein Kind hatte und kein zweites wollte. Lange hatte sie gehofft, er würde seine Meinung ändern. Zwei Jahre hatte sie von da an noch, um ihren Wunsch zu erfüllen. Mit 46 Jahren ist Schluss, dann können auch die Dänen nichts mehr für den Kinderwunsch deutscher Frauen tun. Wenn es dann nicht klappt, wird es ohnehin nichts", sagte sich die Eventmanagerin.

Ihren Plan B hatte sie damals schon vorbereitet und einen Kurs für Auslandsadoption und Pflegekinder besucht. Im Erstgespräch mit der Kinderwunschklinik wurde Ricarda zu ihrer Gesundheit und Voruntersuchungen befragt, sowie zu ihrer Lebensführung, ihren finanziellen und sozialen Umständen. Sofort fühlte sie sich am richtigen Platz. Auch Ricarda musste zuvor in Deutschland die Erfahrung machen, dass sie als Singlefrau keinen Kinderwunsch zu haben hat.

In Dänemark wurde sie wie das Normalste der Welt behandelt. Zufällig hatte sie an diesem Tag ihren Eisprung - für sie sprach nichts mehr dagegen, es sofort zu probieren. Sechs Versuche und ein halbes Jahr später ist Ricarda schwanger. Damit ihr Kind ihr möglichst ähnlich sehen würde, hatte Ricarda einen Spender mit ihrer Augen- und Haarfarbe - grün und dunkelbraun - gewählt. Ricarda schmunzelt, wenn sie darauf angesprochen wird.

Die Leute lachen und fragen nicht weiter. Seit einiger Zeit kann man auch ein Babyfoto von ihm erhalten, oder seinen Beruf und sein Spendenmotiv erfahren. Ricarda nimmt es mit Humor, dass ihr Spender womöglich 20 Jahre jünger ist als sie: Sie probierte drei verschiedene Spender, beim dritten klappte es auf Anhieb. Wie die meisten Frauen wählte Ricarda eine offene Spende: Mit 18 Jahren kann Rita ihren biologischen Vater kennenlernen.

Wählt die Frau eine anonyme Spende, ist die Klinik - anders als in Deutschland - nicht verpflichtet, dem Kind Auskunft über den Spender zu geben. Neulich fragte die mittlerweile dreijährige Rita zum ersten Mal nach ihm.

Später wird sie Rita die Wahrheit erzählen, "Sören soll dann das Pseudonym für den netten Mann sein, der uns geholfen hat, eine Familie zu werden", sagt Ricarda.

Sie ist "Sören" jeden Tag aufs Neue dankbar. Dabei will sie es auch belassen. Ricarda fürchtet, dass ihr Kind sonst gehänselt wird. Grundsätzlich ist Thorn aber überzeugt, dass Kinder wie Rita nicht unausweichlich psychischen Probleme bekommen, wenn sie ohne Vater aufwachsen - vorausgesetzt sie können erfahren, wer der Spender ist. Einer der Gründe für das kindliche Wohlergehen könnte sein, dass sich ohnehin nur gut situierte Frauen eine künstliche Befruchtung leisten können: Die deutschen Kassen zahlen Kinderwunschbehandlungen durch Samenspenden grundsätzlich nicht - weder heterosexuellen Paaren noch Lesben oder Singlefrauen.

Claudia Ott hat irgendwann ohnehin aufgehört zu rechnen. Claudia bekam zwar Schmerzmittel, bevor der Arzt ihre Eizellen absaugte, dennoch hatte sie höllische Schmerzen, weil ihre Eierstöcke hormonell überstimuliert waren. Ich bin kaum noch in mein Hotelzimmer gekommen und musste den ganzen nächsten Tag im Bett liegen", erzählt sie.

Als kurz darauf eine an sich harmlose Operation missglückte, war nicht klar, ob ihre Gebärmutter entfernt werden müsste. Ein Schock - würde sie ein dummes Fremdverschulden ihren Kinderwunsch kosten?

Ihre Gebärmutter war intakt, sie hatte noch immer genügend Eizellen. Warum sollte es also nicht klappen? Ihr Optimismus schien berechtigt: Nach dieser Behandlung wurde sie endlich schwanger. Sie freute sich, wenn auch zurückhaltend. Sollte sich endlich alles gelohnt haben? Die tiefe Verzweiflung nach jedem missglücktem Versuch? Versuche vorher schon zu gucken wie Du an den Ort gelangst.

Hallo Miracula, ich kann zwar noch keine einzige Deiner Fragen beantworten, aber mir geht es wie Dir. Derzeit lese ich mich durch die Foren und recherchiere nach Kliniken. Meist aber nicht immer! Zudem ist es auch schwer zu sagen, ob die Spender dann wirklich gesund sind. In der Klinik werden auch Singles mit Fremdsperma inseminiert.

Suffel36 schrieb am Ich bin in genau derselben Lage wie so viele Single Frauen hier. Mittlerweile habe ich bereits zwei Kliniken in Berlin gefunden, die auch Singles helfen. Pippi80 schrieb am Ist es diesen Kliniken egal, von welcher Samenbank sie die Spendersamen erhalten?

Wie siehst Du das? Habe ich auch nach langer Recherche und x Telefonaten herausgefunden. Wie sieht es mit den Kosten aus? Welche Methode wird dort angewandt? Danke schon mal im voraus: Suzielaure schrieb am Hallo, und welche Kliniken in Deutschlan sind das?

Ein Kind bekommen - ohne Partner?