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Das erste Mal: Eine Begegnung mit der Peitsche

Roulette mit sechs Kugeln

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Die in der mündlichen Verhandlung dazu angehörten Sachverständigen konnten nicht von gesicherten Erkenntnissen über eine solche Beeinflussung von Kindern aus entwicklungspsychologischer Sicht berichten. Mit Spannung war vor der Entscheidung erwartet worden, ob das Gericht einen Weg vorgibt, der in die Richtung eines strengen Laizismus des Staates weist, wie er etwa in Frankreich seit praktiziert wird, oder ob man Religionen im öffentlichen Raum weiterhin sichtbare Präsenz und Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen bereit ist.

In letzterem Fall bliebe auch fraglich, ob und wie das Gericht das Verhältnis der unterschiedlichen Religionen zueinander und zu dem historisch durch sein besonders enges Verhältnis zum Christentum als Mehrheitsreligion geprägten deutschen Staatswesen auslotet. Das Gericht hat diese Alternative aber nicht aufgelöst, sondern die Entscheidung über etwaige Verbote den im föderalistischen System für Kultus und Bildung zuständigen Landesgesetzgebern zugewiesen. Kritiker meinten, das Gericht sei damit der eigentlichen verfassungsrechtlichen Frage ausgewichen und habe sich vor einer klareren Entscheidung gedrückt.

Mit seinem Beschluss vom Januar hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Entscheidung aus dem Jahr inzwischen präzisiert und in gewisser Spannung zu der seinerzeit vom Zweiten Senat verfolgten Linie klargestellt: Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts war in jenen Bundesländern , die ein Kopftuchverbot gesetzlich verankert hatten, eine gesetzliche Neuregelung erforderlich.

Die Regelungen unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. Das entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart am 7. Die Lehrerin wandte sich gegen eine Weisung des Oberschulamtes Stuttgart, mit der ihr untersagt worden war, im Unterricht ein Kopftuch zu tragen. Die Kopfbedeckung trage auch keine abstrakte Gefahr der Störung des Schulfriedens in sich oder gefährde gar die Neutralität des Staates. März die ursprüngliche Weisung des Oberschulamtes Stuttgart und hob die Entscheidung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts auf.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat am Das Spannungsverhältnis habe der Gesetzgeber mit Art. Diese Bestimmung bewirke auch keine unzulässige Bevorzugung der christlichen Konfessionen. Die Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen widerspricht diesem Verhaltensgebot nach dem Wortlaut des Gesetzes ausdrücklich nicht. Die gleichzeitige Selbstidentifikation als Hexe oder Magierin steht im Zusammenhang mit dem Versuch, sich dieses Wissen wieder anzueignen.

Starhawks Vorstellungen beeinflussten die Ritualpraxis des spirituellen Feminismus in Deutschland. Die von Starhawk und anderen geprägte Reclaiming-Tradition , ein in Kalifornien entstandenes Netzwerk, in dem Frauen und Männer daran arbeiten, Spiritualität mit politischer Verantwortung zu verbinden, ist im amerikanischen Goddess-Movement deutsch: Göttin-Bewegung sowie im Wiccatum begründet und integriert ökofeministische Vorstellungen.

Er argumentiert, dass es zwischen der Unterdrückung der Frau im Patriarchat und der Ausbeutung der Natur Zusammenhänge gebe. Bekannte Theoretikerinnen sind u. Maria Mies und Vandana Shiva. Eine Autorin, die mit psychoanalytischen Kategorien nach den Ursachen der Unterdrückung des weiblichen Geschlechts sucht, ist Juliet Mitchell.

Der sozialistische Feminismus geht von einer grundlegenden Gleichheit der Geschlechter aus und ist skeptisch gegenüber Thesen einer natürlichen Geschlechterdifferenz.

Er sieht die Frauenunterdrückung durch zwei zusammenwirkende Strukturen verursacht: In der zweiten Frauenbewegung organisierte er sich hierarchisch und in der Regel in Anlehnung an eine Partei, so die Demokratische Fraueninitiative. Er setzt sich vor allem für die gesamtgesellschaftlichen Rechte der Frau ein und sieht diese als Voraussetzung oder Element für die Überwindung des kapitalistischen Systems an.

Ebenso stellt er die Frage nach unbezahlter Haus - und Reproduktionsarbeit und ihrer Funktion für das System der kapitalistischen Produktion. Der sozialistische oder marxistische Feminismus ist oftmals mit der Arbeiterbewegung verbunden. Shulamith Firestone und Marge Piercy forderten, dass die Gentechnologie die Fortpflanzung übernehmen solle und so die Frauen von der biologischen Notwendigkeit des Gebärens befreit werden.

Die Einflüsse zwischen feministischen Positionen und der Geschichte des Anarchismus sind bislang recht wenig erforscht und beschränken sich auf wenige herausragende Personen. Für die Anfänge des Anarchismus Mitte bis Ende des Als herausragende Figur des amerikanischen Anarchismus gilt Emma Goldman — Sie steht für eine systematische Verbindung von Feminismus und Anarchismus, die auch ihr privates Leben auszeichnete. Persönliche und politische Freiheit für Frauen gehörten für sie zusammen — ein zentraler Gedanke des Feminismus in der zweiten Hälfte des Zugleich kämpfte sie für die Revolution wie Clara Zetkin, gehörte jedoch zu den Ersten, die die Russische Revolution kritisierten; sie brandmarkte die Sklaverei und setzte sich für Freiheitsrechte ein.

Im Spanischen Bürgerkrieg wurde die feministisch-anarchistische Frauenorganisation Mujeres Libres gegründet. Der Anarchafeminismus ist eine in den er Jahren geprägte Strömung des Radikalfeminismus, die diesen um Elemente anarchistischer Theorie und Praxis erweitert. Der Individualfeminismus macht dies für Frauen geltend. Er ist unterteilt in die Strömungen klassischer liberaler oder libertärer Feminismus, der die Individualrechte von Frauen stärken will, und egalitärer liberaler Feminismus, der die Emanzipation der Frau als Individuum anstrebt und die persönliche Autonomie betont.

Theoretische Zusammenhänge gibt es mit dem Anarchismus oder Anarchafeminismus. Eine der bekanntesten Vertreterin ist Wendy McElroy. Judith Butler , Autorin von Das Unbehagen der Geschlechter , und andere Vertreterinnen des feministischen Dekonstruktivismus und des Postfeminismus bauen auf dem de Beauvoirschen Egalitätsfeminismus auf und gehen einen Schritt weiter: Sowohl das biologische Geschlecht sex als auch das soziale Geschlecht gender seien gesellschaftliche Konstrukte, deshalb müsse das Geschlecht als Klassifikationseinheit abgelehnt werden.

Stattdessen wird davon ausgegangen, dass es so viele Identitäten gibt, wie es Menschen gibt. Auch die in den vorherigen Ansätzen angenommene Zweigeschlechtlichkeit wird aus dekonstruktivistischer Sicht bestritten und durch Vielgeschlechtlichkeit ersetzt.

Wissenschaftliches Arbeiten wird von den Herausgeberinnen der Feministischen Studien als feministisch bezeichnet, wenn "die normative und empirische Komplexität der Geschlechterverhältnisse" anerkannt und auf dieser Basis "gegebene Verzerrungen durch Interessen und Stereotype" reflektiert werden. Jahrhunderts feministische Teilbereiche, um die fehlende Frauen - bzw.

Geschlechterperspektive innerhalb der Disziplinen zu erforschen:. In der Politikwissenschaft werden mit diesem Terminus zum einen die Versuche von Staaten bezeichnet, formale Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit Reformen von oben durchzusetzen, wie zum Beispiel in der Türkei im Zuge des kemalistischen Modernisierungsprojekts , [] [] in der DDR oder in Tunesien seit den er Jahren.

Der so genannte Staatsfeminismus in Finnland zum Beispiel, wo unter anderem die innerparteiliche Frauenförderung eine lange Tradition hat, erleichterte effektiv die politische Teilhabe von Frauen. Staatsfeminismus im Zeitalter der Restrukturierung von Staatlichkeit zu dem Ergebnis: Seit dem Aufkommen der ersten feministischen Ideen vor fast zwei Jahrhunderten und der daraus resultierten Frauenbewegung hat sich die Situation der Frauen radikal gewandelt.

Vor allem die Einführung des Frauenwahlrechts in den meisten europäischen Ländern Anfang des Jahrhunderts stellte eine Zäsur dar, die die Partizipationsmöglichkeiten von Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben von Frauen erheblich erweiterte. Mit dem Aufbruch starrer Familienstrukturen vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts änderten sich auch die Leitbilder und Lebensentwürfe vieler junger Frauen, die mit traditioneller Männlichkeit und überkommenen Weiblichkeitsbildern nicht mehr zusammenpassten.

So könnte der Feminismus Erwartungen gefördert haben, die noch nicht erfüllt wurden. Mit dem Eintritt in das neue Jahrtausend ist in der öffentlichen Diskussion zunehmend die Frage gestellt worden, ob der Feminismus obsolet sei. Gleichzeitig aber entstanden vor allem in den nordischen Ländern neue öffentliche, mediengestützte Debatten über Feminismus, Gender und Sexualität.

Der Protest richtete sich vor allem gegen das kommerzialisierte, stereotype Bild des idealisierten weiblichen Körpers hauptsächlich in der Modewelt, gegen fortgesetzte Homophobie in der Gesellschaft und gegen ungleiche Bildungschancen. Inwieweit es sich bei diesen Strömungen tatsächlich um den Beginn eines völlig neuen feministischen Selbstverständnisses handelt oder ob sich der Feminismus der letzten vierzig Jahre lediglich in transformierter Form fortsetzt, darüber herrscht in der derzeitigen wissenschaftlichen Debatte noch weitgehend Uneinigkeit.

Zur Aktualität des Feminismus formulierte Nancy Fraser:. Der Feminismus erfuhr seit seinem Bestehen Kritik von vielerlei Seiten. Da unter dem Ausdruck Feminismus diverse — teils sich widersprechende — Strömungen zusammengefasst werden und im Laufe der Zeit viele Schriften veröffentlicht wurden und viele prominente Vertreter des Feminismus hervortraten, kann meist nur von Kritik an Teilaspekten des Feminismus gesprochen werden.

Von Frauenrechtlerinnen aus Asien, Afrika, Südamerika und aus dem arabischen Raum wird den US-amerikanischen und europäischen feministischen Organisationen immer wieder Eurozentrismus vorgeworfen: In Deutschland wird er u. Sie lehnt ebenso wie z. Alice Schwarzer herkömmliche Pornos ab [] und setzt sich für alternative Bilder zu den Angeboten der Pornoindustrie ein.

Antifeminismus ist ein Oberbegriff für geistige, gesellschaftliche, politische, religiöse und akademische Strömungen und soziale Bewegungen , die sich gegen einzelne, mehrere oder sämtliche feministische Anliegen wenden:.

Oft geht Antifeminismus auch mit einer generellen Frauenfeindlichkeit einher. So wurden Feministinnen und Frauenrechtlerinnen — im Jahrhundert abwertend Blaustrümpfe genannt — seit dem Beginn der Frauenbewegung oftmals mangelnde Attraktivität, Unweiblichkeit [] und ungebührlich dominantes Verhalten vorgeworfen. Der Ausbruch aus der Geschlechterrolle wird von Kritikern als Verlust an traditioneller Weiblichkeit bezeichnet.

Philosophen, Theologen, Naturwissenschaftler, Mediziner und Kunsthistoriker argumentierten bis weit ins Noch bis in die er Jahre hinein wurde von einigen infrage gestellt, ob Frauen überhaupt Menschen seien beispielsweise Max Funke. Möbius zufolge waren gesunde und fruchtbare Frauen notwendigerweise dumm.

Ein früher Antifeminist war Ernest Belfort Bax — , der unter anderem das Frauenwahlrecht infrage stellte. Ab den er Jahren entstand in einigen westlichen Ländern eine antifeministische Männerrechtsbewegung. Einige dieser Gruppierungen bezeichneten sich ab den späten er Jahren selbst als Maskulisten , andere wurden in Studien so bezeichnet. Sie argumentieren, dass Frauen in modernen Gesellschaften häufig mehr Privilegien genössen als Männer, was sich unter anderem in einer deutlich höheren Lebenserwartung und Bevorzugung z.

Der Antifeminismus sei ein präventiver Angriff, der Frauen lange vor der Ziellinie aufhalte. It is a preemptive strike that stops women long before they reach the finish line. Das Beste, was von der 68er-Bewegung blieb. Geschichte der Matriarchatstheorien Feministische Matriarchatsideen seit der zweiten Frauenbewegung. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des Eine Geschichte seit Beck-Verlag, München , S.

Eine politische Ideengeschichte des modernen Feminismus. Die alte neue Frauenfrage. Die Theorie der vier Bewegungen und der allgemeinen Bestimmungen. Eine Geschichte seit , Verlag C. Agitation und Programmatik rechter Frauen in der Weimarer Republik. Google Books Ngram Viewer. Das Deutsche als Männersprache. Franziska Frei Gerlach Hrsg. Blick zurück — nach vorne!

Geschlechterforschung und feministische Politik im Laufrad des Neoliberalismus. Karoline Bankosegger, Edgar J. Handbuch für Frauen- und Geschlechterforschung.

VS Verlag, , S. Zur Mittäterschaft von Frauen: Menschenwürde zwischen Recht, Prinzip und Referenz. Die Bedeutung von Enttabuisierungen. Deutsche Zeitschrift für Philosophie. A Very Short Introduction. Oxford University Press, Oxford , S. Feministische Zeitdiagnosen und Strategien. Encyclopedia of Women and American Politics.

A History of Feminism in Western Society. New York , S. Polish Feminism in an East-West Context. Urszula Chowaniec,Ursula Phillips Hrsg. Newcastle upon Tyne , S. Mr Chesterton in Hysterics. A Study in Prejudice. Europazentrum - Europahaus Graz, Graz Frauen und Männer in der Werbung. Rechtliche Grenzen sexualisierter Werbung. Sexualität und Recht im modernen Staat. Verbot - Regulierung - Freigabe? Zur Debatte über die Regulierung der Sexarbeit in Deutschland.

Existential protests and legal claim-making for reproductive rights. Philosophy and Social Criticism. Frauenspezifische Fluchtgründe im österreichischen Asylrecht: Rechtliche Beurteilung der Behörden und Problemstellungen im Asylverfahren.

Die Französische Revolution — eine Online-Einführung: Hintergründe — Frankreich im Kurzbiogramm Olympe de Gouges. Feminismus und Abolitionismus als Kritik der Kriminologie. Kriminologisches Journal 21 3 , Ute Gerhard, Ulla Wischermann: Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung.

Reinbek, , ISBN Feminismus, Köln , S. Der Waffenschmied , Akt 3, Szene 1, von Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit — Die letzten drei Schläge mit der Gerte auf den bereits gestriemten Hintern hatten richtig weh getan — es hat nicht viel gefehlt, und ich hätte das Stoppwort benutzt — oder doch nicht?

Eben das will ich herausfinden. Es reizt mich, zu erleben, wie es ist, wenn der Schmerz immer wieder kommt, und zwar genau ab dem Punkt, wo es wirklich Schmerz ist und nicht nur ein starker Massage-Reiz. Warum es mich reizt? Auch das will ich heraus finden. Als er mich das nächste Mal besucht, sitzen wir zusammen vor dem Computer und surfen ein bisschen im Web. Wie er das wohl fände? Ich könnte nicht über ihn schreiben, wenn er nicht einverstanden wäre, also auch nicht über unsere gemeinsamen Erlebnisse.

Seine Worte, meine Antwort-Mail — meine Stimme zittert ein wenig. Ob er auch weniger rücksichtsvoll sein kann? Später wird er mir sagen, dass ich geradezu darum bettelte, die drastische Erfahrung zu machen, die mir schon seit langem im Kopf rumspukt:.

Eine Bestrafungs-Szene vom Zaun zu brechen ist nicht schwer. Er wirft mir vor, dass ich meine eigenen Vorhaben noch immer nicht abgearbeitet habe, obwohl er mich noch am Donnerstag daran erinnert hatte.

Urplötzlich wird mir recht mulmig zumute, ich spüre: Dem wird etwas folgen. Und ja, er kündigt an, er werde das nicht länger hinnehmen, ich hätte nun wirklich Strafe verdient.

Und wundere mich gleichzeitig über mich selbst: Aber das Spiel hat mich bereits eingefangen, ich bekomme den Mund nicht mehr auf, mein Herz schlägt spürbar schneller. Kleine Schauer rieseln mir über den Rücken, eine Mischung aus Fluchtreflex, Verlegenheit, Angst und Peinlichkeit — und unter alledem spüre ich, wie es mich erregt!

Ich glaubte schon fast, dass er vielleicht gar keine Neigung zum Spiel mit dem Schmerz hat, was mich gleichzeitig erleichterte und enttäuschte. Nun aber zieht er mich herunter vom Stuhl, neben sich auf den Boden.

Diese Art Be-Handlung kenne ich schon, beruhige mich also ein wenig, doch spüre ich auch, dass er nicht vorhat, mir etwas zu schenken. Und während er wieder und wieder zuschlägt, wirft er mir meinen Ungehorsam vor, und dass ich jetzt gefälligst zu lernen hätte, seine Anweisungen auch ernst zu nehmen.

Mit der Linken hält er mich nieder, so muss ich ihn immerhin nicht ansehen, kann ganz in den unbeschreiblichen Gefühlen aufgehen, die mich regelrecht überschwemmen. Am liebsten würde ich mich tief im Boden verkriechen, einfach geistig ausblenden, was hier passiert — und gleichzeitig erlebe ich in aller Wachheit das Absurde der Situation: Lasse mir den Arsch versohlen wie ein kleines Kind, wehre mich nicht mal.

Auf einmal kocht mir die Wut hoch, ich winde mich, zapple und versuche, seinen Händen zu entkommen — aber keine Chance: Will ich denn, dass er aufhört? Ja, da ist sie wieder: Bestimmt glüht mein ganzer Hintern schon dunkelrot, so brennend, wie sich jetzt alles anfühlt! Ich denke nicht daran, um Schonung zu bitten.

Soll er sich doch die Hand wund prügeln! Mal sehen, wer es länger aushält. Mein Atem geht schnell, noch bin ich zu perplex und mitgenommen, um mich zu rühren, mich irgendwie zu verhalten.

Wie soll man sich auch verhalten nach einer Tracht Prügel? Dafür gibt es wohl kaum einen Knigge! Jetzt noch die Peitsche? Erschreckt schaue ich zu ihm auf, erhebe mich dann aber schnell, um seiner Aufforderung nachzukommen. Irgend etwas zwingt mich, zu gehorchen, einfach zu tun, was er mir befiehlt — ein Teil meiner selbst will es offensichtlich genau wissen.

Ich stehe auf und hole die Peitsche, die in der Zimmerecke auf einem silbernen Tablett liegt. Sie ist schwarz, hat einen beeindruckend lebensecht geformten Dildo-Griff und 36 dünne, aber nicht gerade weiche Lederriemen.

Er geht mir voraus ins andere Zimmer und deutet auf den Tisch: Es ist ein seltsames Gefühl, an der Vorbereitung der eigenen peinlichen Bestrafung auch noch tätig mitzuwirken! Ich halte den Kopf gesenkt, damit er wenigstens nicht sieht, wie ich erröte, und konzentriere mich darauf, mit einem nassen Lappen aus der Küche die Tischplatte zu säubern.

Ich bin nicht gefesselt, kann mich frei bewegen, könnte mich ganz einfach aufrichten, anstatt mich an den abgerundeten Tischkanten festzuhalten und auf Schläge zu warten. Bin ich nicht ganz dicht im Kopf? Der rationale Gedanke blitzt kurz auf, vermag es aber nicht, mich für mehr als einen Augenblick aus der Situation zu entführen.

Himmel, wann geschieht denn endlich etwas? Er muss immer noch dicht hinter mir stehen, aber ich kann ihn nicht hören. Auf einmal muss ich an frühere Zeiten denken, als es noch Körperstrafen gab: Auspeitschungen im Namen des Gesetzes, manchmal auf dem Marktplatz vor geil gaffendem Publikum exekutiert.

Der Delinquent wird an einen Pfahl gebunden, die Menge johlt und pfeifft…. Wie lange bin ich hier? Bestimmt stehen mir alle Körperhaare zu Berge! Und kalt ist mir, mitten im Juli. Die Peitsche trifft mich unvorbereitet und entsprechend heftig. Ich verkrampfe, ziehe die Luft ein, warte atemlos auf den nächsten Schlag — der aber nicht kommt. Statt dessen wieder sanfte Berührungen, tastende Finger…Er streicht über die Stelle, die gerade getroffen wurde und noch nachbrennt, bis der Schmerz verschwunden ist.

Der nächste Schlag kommt eher sanft, trifft mich direkt auf die Arschbacken, wo die gute Polsterung den Schmerz am besten abdämpft. Ein starker Reiz, der durch und durch geht, aber nicht wirklich schlimm.

Ich entspanne ein wenig, bin jetzt der Meinung, es ganz gut aushalten zu können… au, falsch!!! Mein Körper ist hoch alarmiert, ich fasse die Tischkanten fester, schmiege mich ans glatte Holz, als könne ich da irgendwie einsinken und entkommen.

Die sanften Stimulationen an den richtigen Stellen lassen mich ruhiger werden, doch noch immer bin ich innerlich angespannt, erwarte den nächsten Schlag. Jede Zelle ist jetzt misstrauisch, es braucht Zeit, bis der Körper vergisst, sich wieder dem Gefühl des Augenblicks hingibt, durch die Berührungen vordringlich Lust verspürt und sonst gar nichts… Und genau in diesem Moment trifft mich ein neuer, deutlich härterer Schlag.

Es geht weiter, immer weiter. Schläge, die mich angenehm stimulieren wechseln mit solchen, die mich ans Stoppwort denken lassen. Letztere sind selten, er ist vorsichtig, manchmal zu vorsichtig — ein Gedanke, der vom nächsten Aufklatschen der Peitsche aufs schmerzlichste ad absurdum geführt wird. Heftiges Brennen schickt mir eine Schmerzwelle bis hinunter in die Waden und hinauf in den Schultergürtel.

Blitzschnell verspanne ich — doch gleich wieder sind da die sanften Hände, streichen über die getroffenen Stellen, der Schmerz wird regelrecht weggestreichelt! Erstaunlich schnell winde ich mich wieder wohlig seufzend unter den erregenden Berührungen. Was für eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit — mein Körper überrascht mich! Wie lange ich hier wohl schon liege? Wo will er eigentlich hin? Es ist doch nicht die physisch-geile Mösenlust, wegen der wir so etwas Drastisches wie eine Auspeitschung veranstalten — oder doch?

Bis wieder ein harter Schlag eine Zäsur setzt: Arbeitsspeicher gelöscht, Denken gecancelt. Ganz gewiss ist mein hellhäutiger, hoch empfindlicher Hintern bereits jetzt von roten Streifen gezeichnet.

Meine Haut neigt zu kollosalen Übertreibungen, ich habe es selbst getestet. Also einen breiten Gürtel gekauft und mit leichten Startschwierigkeiten, was die richtige Haltung, das Ausholen und zielgenaue Treffen angeht, vorsichtig zugeschlagen. Ich spürte noch kaum etwas — und doch flammte die Spur des Gürtels gleich dramatisch auf! Ob ihn das jetzt erregt oder behindert? Vielleicht sogar ein Stück schwerer.

Das ist auch durch viele Gespräche und ein bisschen gemeinsames Fantasieren nicht gleich aus der Welt geschafft. Beim Anblick der nach jedem festeren Schlag rot aufblühenden Striemen, im Augenblick des Gewahrwerdens: ZAPP — der Gedanke beamt mich augenblicklich in sein Inneres, wo ich mich ausbreite und mich neugierig-gespannt umsehe: Ich halte die Peitsche in der Hand, vor mir windet sich der nackte Arsch, der mir nicht entkommen wird.

Einsichten, Erfahrungen, Session-Tipps