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Ich weigere mich die Hahnemann'sche Nomenklatur zu benützen, weil sie lediglich dazu dient einen Schwindel zu bemänteln. Wasch- und Putzzwänge haben eine starke Ähnlichkeit mit phobischem Vermeidungsverhalten.

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Zwangsstörungen werden im amerikanischen Diagnoseschema seit zu den Angststörungen gezählt, was im ICD nicht der Fall ist. Zwangsähnliche Phänomene treten auch bei vielen gesunden Menschen auf: Es handelt sich dabei um keine lebensbeeinträchtigenden Denk- und Verhaltensgewohnheiten, sondern oft um Strukturierungshilfen für das Leben.

Der Gesunde kontrolliert bei Unsicherheit gewöhnlich nur einmal und gewinnt Sicherheit, der Zwangskranke bleibt unsicher. Zwangsstörungen umfassen Zwangsgedanken bzw. Bestimmte Situationen, Personen oder Objekte lösen bestimmte Zwangsgedanken aus, die zu Zwangshandlungen führen. Die häufigsten Zwänge sind Kontrollzwänge, gefolgt von Waschzwängen. Zwangshandlungen sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen.

Sie sind fast immer quälend, weil sie gewalttätigen Inhalts oder obszön sind, oder weil sie einfach als sinnlos erlebt werden; erfolglos versucht die betroffene Person, Widerstand zu leisten. Zwangshandlungen oder -rituale sind ständig wiederholte Stereotypien. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen.

Die Patienten erleben sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihnen Schaden bringen oder bei denen sie selbst Unheil anrichten könnten. Im allgemeinen, wenn auch nicht immer, wird dieses Verhalten von der betroffenen Person als sinnlos und ineffektiv erlebt.

Vegetative Angstsymptome sind häufig vorhanden, aber auch quälende innere Anspannung ohne auffällige vegetative Stimulation. Sie sind inhaltlich sehr unterschiedlich, aber für den Betreffenden fast immer quälend. Eine Frau kann beispielsweise von der Furcht gequält werden, dem Impuls, ihr geliebtes Kind zu töten, nicht mehr widerstehen zu können, oder unter einer obszönen oder blasphemischen und ich-fremden wiederkehrenden bildhaften Vorstellung zu leiden.

Manchmal sind diese Ideen einfach sinnlos und bestehen in endlosen pseudophilosophischen Überlegungen unwägbarer Alternativen. Diese unentschiedene Betrachtung von Alternativen ist ein wichtiger Teil vieler zwangshafter Grübeleien, häufig verbunden mit der Unfähigkeit, triviale, aber notwendige Entscheidungen des täglichen Lebens zu treffen. Die Beziehung zwischen Grübelzwang und Depression ist besonders eng Diesem Verhalten liegt die Furcht vor einer die betreffende Person bedrohenden oder von ihr ausgehenden Gefahr zugrunde.

Das Ritual ist ein wirkungsloser, symbolischer Versuch, diese Gefahr abzuwenden. Zwangshaft rituelle Handlungen können täglich stundenlang ausgeführt werden und sind manchmal verbunden mit besonderer Entschlusslosigkeit und Langsamkeit. Im allgemeinen sind Zwangshandlungen bei beiden Geschlechtern gleich häufig. Handwaschrituale sind bei Frauen häufiger, eine Verzögerung der Handlungsabläufe ohne Wiederholung bei Männern.

Entweder Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen: Zwangsgedanken, wie durch 1 , 2 , 3 und 4 definiert: Zwangshandlungen, wie durch 1 und 2 definiert: Händewaschen, Ordnen, Kontrollieren oder gedankliche Handlungen z.

Beten, Zählen, Wörter leise Wiederholen , zu denen sich die Person als Reaktion auf einen Zwangsgedanken oder aufgrund von streng zu befolgenden Regeln gezwungen fühlt,. Zu irgendeinem Zeitpunkt im Verlauf der Störung hat die Person erkannt, dass die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen übertrieben oder unbegründet sind Die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen verursachen erhebliche Belastung, sind zeitaufwendig benötigen mehr als 1 Stunde pro Tag oder beeinträchtigen deutlich die normale Tagesroutine der Person, ihre beruflichen oder schulischen Funktionen oder die üblichen Aktivitäten und Beziehungen Die Zwangsgedanken und Zwangshandlungen müssen beträchtliche individuelle, berufliche oder soziale Probleme bereiten und einen hohen Zeitaufwand erfordern täglich mindestens eine Stunde.

Zwangshandlungen sind nach dem ICD ständig wiederholte Stereotypien, die angesichts von objektiv ungefährlichen, subjektiv jedoch als sehr bedrohlich erlebten Ereignissen eingesetzt werden, um Schaden für den Patienten oder andere Menschen zu vermeiden. Oft wird die Gefahr als von der eigenen Person ausgehend erlebt, was mit allen Mitteln zu verhindern versucht wird.

Das Zwangsritual stellt einen letztlich wirkungslosen, symbolischen Versuch dar, eine vermeintliche Gefahr abzuwehren. Die meisten Zwangshandlungen stehen in Zusammenhang mit Reinlichkeit besonders Händewaschen , übertriebener Ordnung und Sauberkeit oder wiederholten Kontrollen.

Zwangshandlungen können täglich oft stundenlang ausgeführt werden und beeinträchtigen im Laufe der Zeit die soziale und berufliche Integration. Zwangshandlungen treten bei beiden Geschlechtern etwa gleich häufig auf, Handwaschzwänge sind bei Frauen häufiger, eine Verzögerung der Handlungsabläufe ohne Wiederholung bei Männern. Zwangsgedanken sind nach dem ICD zwanghafte Ideen, bildhafte Vorstellungen oder Zwangsimpulse, die sich dem Betroffenen in quälender Weise aufdrängen.

Zwangsimpulse einer Mutter, ihr geliebtes Kleinkind mit dem Messer zu töten; Zwangsimpuls, von einer Brücke oder einem hohen Gebäude zu springen, obwohl keine Selbstmordgedanken bestehen; Zwangsimpuls zu unkontrollierten verpönten sexuellen Handlungen.

Das Auftreten von aggressiven oder autoaggressiven Impulsen führt zu massiven Ängsten, dass diese in die Tat umgesetzt werden könnten.

Dies kommt jedoch praktisch nicht vor, weshalb die oft umfangreichen Sicherungsstrategien, die das Selbstvertrauen der Patienten nur weiter untergraben, unnötig sind. Nach den Forschungskriterien des ICD, die eine präzisere Oparationalisierung als die klinisch-diagnostischen Leitlinien vornehmen, ist eine Zwangsstörung F42 durch folgende Merkmale charakterisiert: Entweder Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen oder beides an den meisten Tagen über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen.

Die Zwangsgedanken Ideen oder Vorstellungen und Zwangshandlungen zeigen sämtliche folgenden Merkmale: Die Betroffenen versuchen, Widerstand zu leisten bei lange bestehenden Zwangsgedanken und Zwangshandlungen kann der Widerstand allerdings sehr gering sein. Gegen mindestens einen Zwangsgedanken oder eine Zwangshandlung wird gegenwärtig erfolglos Widerstand geleistet.

Die Ausführung eines Zwangsgedankens oder einer Zwangshandlung ist für sich genommen nicht angenehm dies sollte von einer vorübergehenden Erleichterung von Spannung und angst unterschieden werden. Die Betroffenen leiden unter den Zwangsgedanken und Zwangshandlungen oder werden in ihrer sozialen oder individuellen Leistungsfähigkeit behindert, meist durch den besonderen Zeitaufwand.

Die Störung ist nicht bedingt durch eine andere psychische Störung, wie Schizophrenie und verwandte Störungen F2 oder affektive Störungen F3. Zwangshandlungen werden gewöhnlich in folgende Typen unterschieden:. Wasch- und Reinigungszwänge stehen gewöhnlich in Verbindung mit der Angst vor Ansteckung mit Krankheitskeimen, Verunreinigung mit menschlichen Ausscheidungen oder Verseuchung durch gefährliche Chemikalien. Die Betroffenen fürchten bei Konfrontation mit diesen Stoffen krank zu werden bzw.

Wasch- und Putzzwänge haben eine starke Ähnlichkeit mit phobischem Vermeidungsverhalten. Die Angst vor Verunreinigung durch verschiedene Substanzen und deren vermeintliche Folgen Tod, Krankheit, Unglück führt zu stundenlangen Wasch- und Reinigungsprozeduren.

Bevorzugt gewaschen werden Hände, Arme oder Kleidungsstücke. Überpenibel gereinigt werden meist die Schuhe oder bestimmte Einrichtungsgegenstände.

Wasch- und Putzzwänge sollen ein befürchtetes Unglück Krankheit oder Tod verhindern oder das Gefühl des Wohlbehagens wiederherstellen. Reinigungszwänge ufern im Laufe der Zeit immer mehr aus, weil aufgrund möglicher Kontakte und Übertragungen immer mehr Lebensbereiche als verunreinigt angesehen werden. Die Angehörigen müssen bald dieselben Reinigungsrituale einhalten, um jede Verunreinigung zu vermeiden.

Eltern, Partner und Kinder fügen sich oft erstaunlich geduldig den Reinigungsvorschriften des Zwangskranken. Manchmal wehren sie sich erbittert gegen diese Anordnungen, sodass ständige Spannungen gegeben sind. Das Badezimmer wird oft stundenlang nicht verlassen. Wasch- und Reinigungszwänge beziehen sich entsprechend der zugrunde liegenden Problematik oft nur auf bestimmte Bereiche z.

Hände, Toilette , während andere Bereiche sogar ausgesprochen schmutzig sein können. Kaffeemaschine, Bügeleisen , der Wasser- und Gashähne, der Türen und Fenster, bestimmter beruflicher oder privater Tätigkeiten z. Die Betroffenen haben ein übertriebenes Verantwortungsgefühl für eventuelle Fehler und Folgen für andere Menschen. Sie achten in Form ständiger Kontrollen darauf, dass sie ihre Mitmenschen nicht durch ihre Unachtsamkeit gefährden oder möchten ihre Angehörigen vor Gefahren bewahren.

Zahlreiche Kontrollzwänge werden ausgelöst durch die Angst, dass man andere Menschen unabsichtlich verletzt haben könnte. Oft werden Arbeiten immer wieder kontrolliert, um Fehler und damit soziale Kritik oder gar befürchtete Ablehnung zu vermeiden. Die durchgeführten Kontrollen werden ständig bezweifelt, sodass sie immer wieder neu ausgeführt werden müssen. Zur Rückversicherung müssen oft noch Personen des besonderen Vertrauens kontrollieren. Magische Praktiken können dazu verwendet werden, lange Kontrollrituale abzukürzen, und haben in diesem Sinn eine ökonomische Funktion.

Viele Kontrollzwänge laufen auf der kognitiven Ebene ab und sind somit von anderen Menschen überhaupt nicht beobachtbar, sodass gar nicht auffällt, wie sehr die Betroffenen damit beschäftigt sind. Ein bestimmtes, persontypisches, oft nicht näher begründbares festes Ordnungssystem dient zur Strukturierung der Lebensumwelt.

Ordnungsrituale können den Charakter einer magischen Schutzwirkung ausüben. Niemand darf daher das etablierte Ordnungssystem verändern. Ordnungszwänge sind oft reine Handlungszwänge. Die Betroffenen haben einfach nur das Gefühl, dass etwas so, wie es ist, nicht in Ordnung ist und können gar nicht angeben, welche Konsequenzen sie im Falle des Nichtausführens der Zwänge fürchten.

Es handelt sich um Rituale wie z. Zählzwänge können sich auf alles Mögliche beziehen. Die Betroffenen müssen eine ganz bestimmte Stundenzahl arbeiten, Blätter beschreiben, Arbeitsschritte wiederholen, ansonsten muss die ganze Arbeit noch einmal gemacht werden, um ein Unglück zu verhindern oder das Gefühl der Unvollkommenheit zu beseitigen. Wiederholungszwänge haben eher magischen als logischen Charakter.

Sammeln als Hobby bedeutet das Aufbewahren von Dingen, die einem persönlich bedeutsam sind. Zwangspatienten sammeln und horten bestimmte Gegenstände oft jahrelang, auch wenn sie diese gar nicht brauchen. Nichts kann weggeworfen werden aus Angst, es könnte irgendwann doch einmal gebraucht werden. Horten in der Wohnung führt häufig zu Platzmangel, Unordentlichkeit und Unbehaglichkeit für die Familienmitglieder.

Sammeln vermittelt das Gefühl der Kontrolle über die Umwelt und der Absicherung gegenüber der Zukunft. Zwanghafte Sammler setzen ihrer Sammelleidenschaft keinen Widerstand entgegen und werden erst unruhig, wenn die Angehörigen Druck machen, verschiedene Sachen wegzuwerfen. Die Betroffenen brauchen extrem lange zur Verrichtung von alltäglichen Handlungen Körperpflege, Tätigkeiten im Haushalt. Jeder Handgriff wird zuerst lange und detailliert im Kopf durchgedacht, bevor er ausgeführt wird, doch auch danach wird noch viel überlegt, ob alles passt.

Zwangsgedanken obsessions treten in zwei Formen auf: Der Zwangskranke glaubt, daran irgendwie schuld zu sein und fühlt sich für die Abwendung der Katastrophe verantwortlich. Zwangsbefürchtungen und Zwangsimpulse werden durch ein kognitives oder verhaltensbezogenes Ritual neutralisiert.

Oft bestehen Zwangsgedanken mit aggressivem Inhalt gegen nahestehende Personen z. Zwangsvorstellungen führen zu Angst- und Unruhezuständen, die durch bestimmte Rituale kurzfristig erfolgreich reduziert werden können. Die kognitiven Rituale wirken kurzfristig angst- und spannungsreduzierend. Bestimmte Zwangsgedanken führen zu zwanghafter Beschäftigung mit den entsprechenden, meist unbestimmten Inhalten.

Es handelt sich um eine Kombination von Zwangsgedanken und verdeckten Zwangshandlungen. Derartige Gedankenzwänge haben meistens einen angstverstärkenden Effekt, weil sie durch keinen Gegengedanken wirksam neutralisiert werden können. Ein Mann mit Kontrollzwängen ist mit folgendem inneren Dialog beschäftigt: Sind die Fenster tatsächlich fest verschlossen oder nur angelehnt?

Es ist furchtbar, wenn ich die Wohnung nicht einbruchssicher verlassen habe. Ich habe die Wohnung als letzter verlassen. Ich bin schuld, wenn etwas passiert. Was ist, wenn Diebe kommen? In unserer Gegend ist ohnehin schon einmal eingebrochen worden. Das halte ich nicht aus! Ich muss sofort noch einmal umdrehen und zu Hause nachschauen. Nein, es wird schon nichts passieren, ich versäume sonst den Bus zur Arbeit.

Ich habe ohnehin alles mehrfach kontrolliert. Aber was ist, wenn ein Sturm ein Fenster öffnet, das doch nur angelehnt war? Ich muss unbedingt sofort zurück. Das halte ich nicht aus. Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke, was passieren kann. Es könnte zumindest ein Kellerfenster offen sein. Nur einmal muss ich noch nachschauen, dann reicht es mir wirklich. Vielleicht hat der Bus Verspätung, und ich erreiche ihn noch, wenn ich mich beeile. Eine junge Mutter mit einem 9 Monate alten Sohn leidet unter einem Waschzwang: Ich muss den Boden absolut rein halten, niemand darf mit Schuhen die Wohnung betreten, und wenn, dann muss ich stundenlang den Boden von den Spuren reinigen.

Auf dem Rasen des Gartens darf er sich überhaupt nicht aufhalten, weil man nie wissen kann, welche Gifte der Boden enthält. Wenn er mit den Händen den Boden berührt und dann die Hände oder eine Nahrung in den Mund nimmt, könnte er schwer krank werden oder gar sterben — und ich bin Schuld, weil ich nicht aufgepasst habe. Eine junge Frau mit einer 10 Monate alten Tochter leidet unter Zwangsbefürchtungen: So etwas darf ich nicht denken, sonst tue ich es wirklich in einem Anfall von Wahnsinn.

Was bin ich doch für eine schlechte Mutter! Ich darf nicht mehr allein mit dem Kind zusammen sein, sonst kann ich für nichts garantieren. Alle Messer müssen von meinem Mann weggeräumt werden. Nein, ich darf kein Messer angreifen, wenn ich mit meiner Tochter allein bin, denn sonst tue ich ihr wirklich etwas.

Aber vielleicht lasse ich sie einmal fallen, und dann ist sie tot. Es ist alles viel zu gefährlich, meine Mutter muss wieder in unser Haus ziehen, auch wenn ich früher froh war, dass sie nicht ständig da stand. Eine Frau mit Waschzwängen muss folgende Zwangsrituale durchführen: Zwangsstörungen als Angststörungen - Eine Kontroverse. Das internationale ICD ordnet die Zwangsstörung den neurotischen Störungen zu obwohl dieser Terminus möglichst zu vermeiden versucht wird.

Es lassen sich gewichtige Argumente gegen die Zuordnung der Zwangsstörungen zu den Angststörungen anführen:. Menschen mit Zwangsstörungen weisen eine andere Form von Ängsten auf als typische Angstpatienten. Zwangsrituale sind ein Mittel zur Bewältigung von Unruhe und Unbehagen. Das wesentlichste Merkmal an Zwangsstörungen ist ein bestimmtes Zwangsritual. Ängste bei Zwängen werden nicht einfach nur durch bestimmte Reize und Situationen ausgelöst, sondern vielmehr erst durch das Gefühl einer damit verbundenen Verantwortung, der man nicht gewachsen sein könnte, sodass andere Personen zu Schaden kommen könnten.

Man sorgt sich um die Verseuchung der Hände durch Bazillen vor allem deshalb, weil man dadurch andere anstecken könnte. Während Zwangshandlungen eine kurzfristig wirksame Verringerung von Angst und Unruhe bewirken, ist bei Zwangsgedanken geradezu das Gegenteil der Fall: Tranquilizer bewirken bei Zwangspatienten keine Besserung, was darauf hinweist, dass angstlösende Medikamente nicht den zentralen Wirkmechanismus von Angstverläufen bei Zwängen erfassen.

Zwangspatienten sprechen im Vergleich zu Angstpatienten kaum auf Placebos an. Zwangspatienten erleben im Gegensatz zu Angstpatienten kaum eine vollständige Heilung. Zumindest bei einem Teil der Zwangsstörungen sind hirnorganische Komponenten anzunehmen gestörte Interaktion zwischen Basalganglien, limbischem System und Frontalhirn. Zwangsstörungen weisen Übergänge zu unterschiedlichen psychischen Störungen auf z. Essstörung, Hypochondrie, Dysmorphophobie, Impulskontrollstörung, Trichotillomanie, d.

Abgrenzung von Zwangsstörungen gegenüber anderen Störungen. Es bestehen deutliche Unterschiede zwischen Phobien und Zwangsstörungen, wie bereits erwähnt wurde und anhand einer Tabelle zusätzlich veranschaulicht werden kann.

Der Aspekt der persönlichen Verantwortung stellt ein zentrales Unterscheidungsmerkmal dar. Unterscheidung von Phobien und Zwängen. Dauernde Sorgen um ein zentrales Thema. Stereotype, wiederholte Gedanken und Handlungen. Schmutz, Berührung, Verletzung usw. Unbehagen, Unruhe, Ekel, Ärger. Angstsituation weitgehend benennbar und konkret. Angst und Unruhe, zum Teil reizunspezifisch, Reize allgemeiner Art werden vermieden z.

Angst vor Kontakt mit einer speziellen auslösenden Situation. Angst vor möglichen, in der Zukunft liegenden Konsequenzen, wenn in Kontakt mit verschiedenen Reizen. Patienten mit Zwängen weisen zumeist sehr unkonkrete, aber elaborierte Ideen auf, was als Folge einer Schmutzung passieren könnte z. Ideen über die Verteilung von Bakterien; Vorstellung über Schuld usw.

Bei einer generalisierten Angststörung steht eine ständige übertriebene Besorgtheit im Vordergrund, die mit realen Lebensumständen zu tun hat und eher ich-nahe ich-synton erlebt wird. Zwangsgedanken sind charakterisiert durch die Aufdringlichkeit der Gedanken, die damit verbundenen Gedanken von Verantwortung und Schuld sowie den irrealen Charakter der Zwangsgedanken, die eher als ich-fremd ich-dyston erlebt werden.

Angststörungen lassen sich gegenüber einer Psychose durch zwei Faktoren abgrenzen:. Zwangspatienten wissen, dass ihre Gedanken letztlich unrichtig sind bzw. Zwangspatienten wissen auch im Gegensatz zu psychotischen Patienten , dass das Bedrängt-Werden aus der eigenen Person und nicht aus der Umwelt stammt.

Die Abgrenzung gegenüber Depressionen kann zumindest im Querschnitt schwierig sein. Zwangsstörung und Depression hängen oft eng zusammen:. Zwangsgedanken Grübelzwänge treten oft im Rahmen einer depressiven Episode auf. Eine Zwangsstörung sollte nur dann diagnostiziert werden, wenn der Grübelzwang nicht im Zusammenhang mit einer Depression auftritt und anhält. Depressive Reaktionen treten oft auch als Folge nicht bewältigbar erscheinender Zwänge auf, gleichsam als Resignationserscheinung nach langen Kämpfen gegen die Zwänge.

Bestimmte Antidepressiva selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sind auch bei Zwangsstörungen wirksam, was biologische Zusammenhänge nahe legt. Gegenüber Drang- und Suchtverhaltensweisen gibt es zwei Abgrenzungskriterien: Bei Suchtverhaltensweisen haben die Betroffenen zumindest zum Zeitpunkt des Verhaltens einen gewissen Genuss, auch wenn sie es später bereuen, dem Drang nachgegeben zu haben.

Zwangshandlungen bereiten dagegen niemals angenehme Gefühle, sondern führen nur zu einem Nachlassen unangenehmer Gefühle. Drang- und Impulsstörungen stellen eine Erleichterung bei allgemeiner Anspannung dar, Zwänge beinhalten eine spezifische Angst, die durch spezifische Rituale bekämpft wird.

Zwangsstörungen lassen sich auch gegenüber einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung eindeutig abgrenzen. Eine zwanghafte Persönlichkeit ist charakterisiert durch ein ausgeprägtes Streben nach Ordentlichkeit, Perfektionismus und Kontrolle, während Zwangsgedanken und Zwangshandlungen fehlen. Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert. Unbegründetes Bestehen auf der Unterordnung anderer unter eigene Gewohnheiten oder unbegründetes Zögern, Aufgaben zu delegieren. Andrängen beharrlicher und unerwünschter Gedanken oder Impulse.

Epidemiologie, Verlauf und Folgen der Zwangsstörung. Die verschiedenen Zwangsstörungen weisen folgende Häufigkeitsverteilung auf: Zwangsstörungen entwickeln sich zumeist schleichend, ein akuter Beginn durch bestimmte Auslöser ist jedoch möglich.

Zwangsstörungen beginnen eher selten schon in der Kindheit, häufiger im Jugendalter insbesondere bei männlichen Personen , am öftesten im frühen Erwachsenenalter in den 20er Jahren des Lebens. Kontrollzwänge, die überwiegend bei Männern zu finden sind, treten bereits mit etwa 18 Jahren auf, Waschzwänge, die vor allem bei Frauen vorkommen, beginnen erst mit ca.

Drei Viertel der Waschzwänge setzen recht plötzlich ein, oft als Folge eines bestimmten Ereignisses, an das sich die Betroffenen gewöhnlich noch genau erinnern können.

Menschen mit Zwangsstörungen versuchen, ihre Krankheit so lange als möglich geheim zu halten anfangs auch vor den engsten Angehörigen und alleine damit zurechtzukommen.

Sie schämen sich wegen ihrer zwanghaften Gedanken und Verhaltensweisen und fürchten deswegen, abgelehnt zu werden. Sie suchen durchschnittlich erst 7,5 Jahre nach Beginn der Störung eine Behandlung auf, wo die Krankheit oft schon weit fortgeschritten ist und schwerer behandelbar wird. Es bestehen dann häufig bereits vielfältige Beeinträchtigungen des familiären, sozialen und beruflichen Lebens.

Dies muss als typisches Merkmal der Störung einfach hingenommen werden. Lebensjahr ein und treten fast nie erstmals im Alter über 50 Jahre auf. Kontrollzwänge bei älteren Menschen sind oft ein Kompensationsversuch von kognitiven Defiziten.

Lebensereignisse und psychosoziale Faktoren tragen zur Auslösung oder spezifischen Ausformung von Zwängen in ähnlicher Weise bei wie bei anderen Angststörungen. Zwangsstörungen können durchaus Schwankungen aufweisen. Rituale können verzögert, hinausgeschoben oder in Anwesenheit bestimmter Menschen unterdrückt werden z. Ein Durchbrechen aggressiver oder sexueller Impulse kommt aufgrund der starken Kontrollen nur in extremen Ausnahmefällen vor.

Bei der Mehrzahl der Zwangsstörungen ergibt sich ein chronischer, schwankender Verlauf mit Symptomverschlechterungen, die durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursacht sein können.

Die Zwangsstörung galt früher als kaum heilbar, was sich erst in den 60er Jahren durch die Verhaltenstherapie zu ändern begann. Ein Teil der Zwangspatienten muss lernen, mit einer Restsymptomatik besser zu leben, vor allem wenn die Symptome sehr eng mit der Persönlichkeit der Betroffenen verbunden sind z.

Zwangsstörung - Die Krankheit des Zweifelns. Die Realitätstestung des Wahrheitsgehalts der Befürchtungen stellt in diesem Sinne eine kognitive Intervention dar. Die Bedeutung von Kognitionen für Verhaltensänderungen wurde damals bereits erkannt, jedoch noch nicht systematisch ausgearbeitet. Es wurde vielmehr angenommen, dass ein Realitätstest gleichsam automatisch auch zu einer Änderung der subjektiven Überzeugungen führen würde, was eine unzutreffende Auffassung darstellt: Eine Korrektur längerfristiger Erwartungen geht damit nicht notwendig einher.

Dem entspricht ein reduzierter Behandlungseffekt durch Reaktionsverhinderung. Grundsätzlich besteht jeder Zwang aus zwei Komponenten:. Ein bestimmtes Verhalten, Denken oder Fühlen, das negativ bewertet wird unangenehm, belastend, gefährlich usw. Dies umfasst den Angstaspekt von Zwangsstörungen. In der kognitiven Verhaltenstherapie werden diese Bewertungsprozesse analysiert und verändert. Dies nennt man den Abwehraspekt von Zwangsstörungen.

Dieser Mechanismus wird im Rahmen einer kognitiven und konfrontativen Therapie abgebaut. Die Dynamik einer Zwangsstörung besteht darin, dass die unwillkürlichen, aufdringlichen Gedanken, Vorstellungen und Impulse, die steigende Angst und Unruhe verursachen, durch willkürliche verhaltensbezogene und kognitive Zwangsrituale zu neutralisieren versucht werden mit dem Ziel, Angst, Unruhe und mögliches Unglück zu vermindern bzw.

Zwänge bestehen aus einem vierstufigen Ablaufschema, wie die Experten Salkovskis und Reinecker anschaulich aufzeigen:.

Physiologische Erregung und Unbehagen: Physiologische Unruhe, Erregung, Angst usw. Am Beginn eines Zwangs stehen aufdringliche Gedanken, die als gefährlich oder moralisch verwerflich bewertet werden. Dies führt zu Erregung und Unruhe, die man durch verschiedene Formen der Entschärfung zu reduzieren versucht.

Wenn möglich, wird die zwangsauslösende Situation überhaupt gemieden. Wenn dies unmöglich ist, erfolgt ein Ritual zur Verhinderung eines vermeintlichen Schadens z. Es kommt daher im Sinne einer Rückkopplung zu erneuter Erregung und Unruhe, zu erneutem Auftreten des auslösenden Gedankens, zu intensivierten kognitiven oder verhaltensbezogenen Ritualen. Bei Zwangshandlungen gibt es stets ein auslösendes Ereignis vermeintliche Verunreinigung, fehlerhafte Kontrolle, unbefriedigende Ordnung u.

Wenn dies nicht möglich ist, dienen Zwangsrituale der Abwehr befürchteter Konsequenzen bzw. Es treten wiederkehrende, negative Gedanken, Bilder oder Impulse auf z.

Entstehung von Befürchtungen und Ängsten. Es werden bestimmte Konsequenzen gefürchtet, wenn die vermeintlichen Gefahren nicht vermieden bzw. Die Zwangsgedanken werden als sehr quälend und unangenehm erlebt. Der seelische und körperliche Druck bewirkt einen starken Drang zur Ausführung eines Zwangsrituals. Die Zwangsgedanken werden durch verhaltensbezogene oder kognitive Rituale zu bewältigen versucht.

Die Ausführung des Zwangsrituals führt zwar einerseits zu einer kurzfristigen Reduktion des Unbehagens, verstärkt jedoch andererseits auch die Selbstkritik über die Ausführung der scheinbar sinnlosen Rituale.

Wenn die durchgeführten Zwangsrituale keine ausreichende Sicherheit geben, werden Vertrauenspersonen Familienangehörige, Ärzte, Therapeuten ständig gefragt, ob wirklich kein Unglück passieren kann.

Wenn die Mitmenschen entsprechend beruhigende Antworten abgeben, verstärken sie die Zwangsstörung, weil die Betroffenen dadurch nicht lernen, ihren eigenen Kontrollen zu vertrauen. Menschen mit Zwangsstörungen haben vor der Ausführung der Zwangsrituale keine klar überprüfbaren Kriterien, an denen sie hinterher eindeutig erkennen können, ob sie das entsprechende Verhalten z.

Händewaschen tatsächlich ausreichend ausgeführt haben. Es besteht nur ein nicht näher bestimmbares Gefühl, dass es jetzt passt oder nicht. Das Zwangsverhalten endet daher immer häufiger erst mit der körperlich-seelischen Erschöpfung oder durch andere Umstände z.

Hoffmann stellt dies treffend dar: Aber sie sind nicht zufrieden mit ihrem Erleben. Dieses Erleben ist es, das sie durch weitere Kontrollen verändern wollen. Abläufe bei verschiedenen Zwangsstörungen. Situationen, Ereignisse, Objekte, Personen. Befürchtete Konsequenzen ohne Vermeidung bzw. Ich könnte mich mit etwas angesteckt haben. Andere werden krank, wenn ich meine Hände nicht desinfiziere.

Mehrfaches Desinfizieren der Hände und aller berührten Objekte. Alles, was verseucht bzw. Ich bin durch Bazillen verseucht. Das Küchenmesser könnte infiziert sein. Andere Menschen könnten sterben, würde ich Ihnen jetzt die Hand geben. Die Kinder könnten krank werden, wenn ich mit dem Messer Brot abschneide. Messer mehrfach sterilisieren oder wegwerfen. Weil ich das jetzt angegriffen habe, bin ich verunreinigt.

Mit meinem Schmutz verunreinige ich die ganze Wohnung, wenn ich mich nicht sofort wasche. Alles, was gesundheitsschädlich sein könnte z. Die ganze Wohnung könnte durch dieses Putzmittel verseucht worden sein.

Familienmitglieder müssen sterben, wenn die Schadstoffe nicht restlos beseitigt werden. Ich könnte mich beim Zahleneingeben bzw. Der Arbeitgeber, die Kundschaften usw. Wiederholtes Kontrollieren und Durchlesen von Rechnungen bzw. Habe ich beim Fortgehen den Ofen, den Wasserhahn, das Licht wirklich abgedreht?

Ohne neuerliche Kontrolle könnte die Wohnung abbrennen bzw. Schlafengehen ohne Kontrolle, ob die Türen und Fenster geschlossen sind. Habe ich die Türen und Fenster wirklich fest verschlossen? Wenn ich die Türen und Fenster nicht fest verschlossen habe, könnten Einbrecher kommen. Wiederholtes Aufstehen, um die Fenster und Türen zu kontrollieren. Ich könnte mit dem Auto einen Radfahrer bzw. Wenn ich nicht zurückfahre, werde ich wegen Fahrerflucht angeklagt. Beim Kochen Unsicherheit über die Qualität der Nahrungsmittel.

Ist das eben aufgetaute Fleisch nicht schon zu lange in der Küche gelegen? Wenn das Fleisch schlecht ist, könnte ich meine Kinder vergiften. Ständige Fragen an den Gatten, ob das Fleisch nicht schon schlecht sein könnte. Handlungen nach einem bestimmten Muster ausführen. Ich muss die Wohnung nach einem bestimmten Plan reinigen, Gegenstände in einer bestimmten Weise anordnen usw. Im Moment passt es nicht. Wenn ich nicht alles genau nach Plan mache, wird ein Unglück geschehen bzw.

Wiederholtes Zurechtrücken von Gegenständen. Dinge auf den richtigen Platz legen. Es stört mich, wenn nicht alles richtig daliegt. Ich kann sonst nicht lernen und falle durch. Dinge ständig hin und her bewegen. Ich könnte mein Kind verletzen oder töten. Ich könnte mein Kind mit dem Messer töten, wenn es frei herumliegt, ich muss dann ins Gefängnis. Nicht mit dem Kind allein sein. Messer versperren, nur in Anwesenheit des Gatten verwenden.

Ich werde gleich etwas Obszönes herausschreien. Ich werde jemand bei den Geschlechtsorganen berühren. Ich werde jemanden vergewaltigen. Wenn ich sexuell so unbeherrscht bin, werden mich alle für unmoralisch halten und verachten, so dass mein Ruf für alle Zeiten dahin ist. Nicht mit den potentiellen Opfern allein sein, krampfhaftes Vermeiden dieses Gedankengangs. Blasphemische Impulse, religiöse Zweifel. So ein Gott kann mir gestohlen bleiben, der mir nicht hilft. Gedanken an Fehler, Gefahren und Unglück.

Ich bin ein Versager. Es wird ein Unglück geschehen. Wenn ich jetzt nichts tue, wird etwa Schreckliches passieren und ich bin schuld. Wiederholen von Gebeten, Worten, Zahlen. Zwangsstörungen drehen sich meist um die Themen Verantwortung, Schuld, Unsicherheit und Zweifel, nicht akzeptierbare sexuelle Handlungen, abgelehnte aggressive Impulse, religiös motivierte Gewissensbisse, Befürchtung negativer Konsequenzen bzw.

Durch die Bewertung als schlimm und verwerflich erhalten diese Gedanken eine besondere affektive Bedeutung und bewusste Beachtung, verglichen mit anderen Überlegungen, die nicht aus dem Strom der Gedanken als derart gefährlich hervorgehoben werden. Im Gegensatz zur tatsächlichen Absicht kommt es zur Fixierung auf die unerwünschten Gedanken, sodass diese erst recht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit bleiben und viel Energie zur Verdrängung erfordern.

Menschen ohne Zwangsstörung können die sich aufdrängenden Gedanken und Vorstellungen eher tolerieren und übergehen, wodurch diese von allein aus dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit treten, was Zwangspatienten aufgrund der Bedrohlichkeit der Inhalte nicht gelingt.

Zwangspatienten müssen die ihrem Wertsystem widersprechenden Gedanken, Phantasien und Impulse als gegeben annehmen und aushalten lernen. Die bisherigen Bewältigungsversuche Unterdrückung, Vermeidung, Gegenrituale haben das Ausufern zu einer krankheitswertigen Störung massiv verstärkt. Zwangskranke überschätzen im Vergleich zu Gesunden die Wahrscheinlichkeit von Gefahren und haben daher bei alltäglichen Verhaltensweisen ständig den Eindruck, ein Risiko einzugehen.

Zwänge stellen demnach den Versuch dar, alles zu tun, um sich nicht schuldig oder depressiv fühlen zu müssen, weil das man das drohende Unheil nicht abgewendet hat. Eine massive Unsicherheit, die sich trotz allen Bemühens nicht in ausreichende Sicherheit umwandeln lässt, bildet das Fundament einer Zwangsstörung vor allem, wenn es um Garantien geht, eine von der Umwelt oder vom Patienten ausgehende Bedrohung abwenden zu können.

Daraus resultieren Angst und Unruhe, was durch die Zwänge zu beseitigen versucht wird. Zur Erklärung und therapeutischen Beeinflussung von Zwängen sind kognitive Ansätze sehr hilfreich. Zwangsstörungen stellen nach Reinecker im wesentlichen kognitive Störungen dar, die durch das Zwei-Faktoren-Modell nicht ausreichend erklärt werden können. Dieses Konzept ist ein Erklärungsmodell für Handlungen, nicht jedoch für Gedanken.

Viele Zwangspatienten vermeiden nicht ihre zwangsauslösenden Stimuli, sondern fühlen sich geradezu magisch angezogen. Es gibt bislang kein umfassendes, allseits akzeptiertes theoretisches Konzept, in der Literatur werden jedoch folgende kognitive Aspekte angeführt und diskutiert:. Unsicherheit und Zweifel können nicht ertragen werden, sodass die Art der Problemlösung hundertprozentige Sicherheit selbst zum Hauptproblem wird.

Ablehnung jeglicher Verantwortung für prinzipiell mögliche Fehlentscheidungen, sodass nötige Entscheidungen hinausgezögert werden, oft bis zur völligen Entscheidungsunfähigkeit Motto: Erhöhte Verantwortung führt sofort zu verstärktem Kontrollverhalten. Alle negativen Konsequenzen werden als sehr gefährlich und daher nicht aushaltbar bewertet.

Viele Zwangspatienten fühlen sich sofort sicher, wenn andere die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen, sodass sie das Kontrollieren aufgeben können, weil keine Kritik zu warten ist, keine Fehlergefahr besteht und somit auch keine Schuldgefühle zu bewältigen sind.

Ausbildung starker sexueller Hemmschwellen. Viele Patienten berichten von eingeschränkter Aufmerksamkeit im Moment der Zwangshandlung, wie wenn sie nicht ganz da wären. Hand betont gegenüber den häufig angeführten Kriterien der Sinnlosigkeit und Unkontrollierbarkeit die Funktionalität von Zwängen: Dies gilt insbesondere auch für die eher häufig anzutreffende magische Komponente der Zwänge Die Funktionalität von Zwängen unterscheidet sich teilweise sehr stark von jener phobischen Meidungsverhaltens Ausnahme: Zwangsstörungen stellen Bewältigungsversuche bei generalisierten vital-bedrohlichen Ängsten, Unsicherheiten und Defiziten dar.

Hand versucht mit Hilfe des Konzepts der Bewältigung oder Hilflosigkeit angesichts von subjektiver Bedrohung und Gefahr Zwangsstörungen aus kognitiver Sicht zu differenzieren. Spezifische Funktionen spezifischer Zwänge. Grübeln über eigene Versündigung. Wasch- und Reinigungszwänge leichter und mittelstarker Ausprägung ähneln phobischem Vermeidungs- Verhalten wesentlich mehr als die anderen Zwangstypen.

Es bestehen Phobie-ähnliche Erwartungsängste, wobei die Auslöser entweder vermieden oder durch Säuberung nachträglich beseitigt werden Ungeschehen-Machen. Die intraindividuelle Hauptfunktion besteht daher in einer Reduktion der auslöserspezifischen Angst. Durch die Rituale besteht die Gewissheit der eigenen Verhaltenseffektivität. Bei starken Wasch- und Säuberungszwängen ist die Angst vor dem Sterben bzw. Ordnungs- und Kontrollzwänge dienen oft als Folge primärer und sekundärer sozialer Defizite der Reduktion von Selbstunsicherheit und Angst vor Ablehnung durch andere.

Diese Strategie wird im Alltags- und Berufsleben häufig angewandt und als teilweise wirksam erlebt, kann aber bei Ausbleiben der erhofften Reaktionen so ausufern, dass die Kontroll- und Ordnungshandlungen stark leistungshemmend wirken und dadurch einen Teufelskreis in Gang setzen: Verunsicherungen durch neue Lebenssituationen werden häufig durch Kontrollzwänge zu bewältigen versucht.

Kontrollzwänge können der Versuch der Lebensbewältigung in einer Situation sein, die man auf sich selbst gestellt ansonsten für kaum bewältigbar hält. So ein Gedanke oder so ein Gefühl erhöhen unnötig den Druck auf ihn. Damit würdest Du nicht ihn, sondern seine Krankheit unterstützen.

Sollte er selbst so denken, dass er gesund und stark zu sein hat, dann hilfst Du ihm, wenn Du ihm klar vermitteln kannst, dass das Käse ist. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Nordrheiner für den sinnvollen Beitrag: Heutzutage sind Depressionen sehr gut behandelbar und es bestehen gute Chancen der Heilung, wenn sie schnell behandelt werden. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Finny für den sinnvollen Beitrag: Geändert von Beinwell Nein, genau das ist es nicht.

Akzentanz ist angesagt, bei dir und deinem Mann. An sonsten kannst und solltest Du nur wenig tun. Und nicht deine Angelegenheit!!! Und Lorazepam ist kein Betäubungsmittel, sondern ein Beruhigungsmittel. Es fällt somit nicht unter das BMG. Wie schon erwähnt, sollte das Medikament nur kurzfristig eingenommen werden. So wie du schreibst, klingt es aber gut, dass du deinen Mann einerseits unterstützen möchtest und andererseits von ihm erwartest, dass er selbst das tut, was er kann.

Etwas kritisch sehe ich, dass du so energisch an die ganze Sache rangehst. Ein Mensch mit Depression braucht in der Regel Ruhe und Sicherheit und niemanden, der sinnbildlich mit der Trillerpfeife hinter ihm steht und ihn auffordert, möglichst schnell gesund zu werden. Auch würde ich dir raten, dich mit Psychopharmaka auseinanderzusetzen. Dadurch, dass du pauschal von "Psychopillen" schreibst entsteht in mir der Eindruck, dass du wirklich keine Ahnung von der Thematik hast.

Das ist okay, aber ich frage mich, wie man etwas so stark ablehnen kann, mit dem man sich offensichtlich wenig bis gar nicht befasst hat?

Ich bin definitiv auch der Meinung, dass bei der Einnahme solcher Medikamente Vorsicht geboten ist und wenn möglich ein Verzicht auf Psychopharmaka sinnvoll ist, aber es gibt auch viele Menschen, denen diese Medikamente das Leben retten oder denen so erst Lebensqualität ermöglicht wird.

Lorazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und ist durchaus ein recht starkes Medikament, das schnell zu einer Abhängigkeit führen kann. Lies dir doch einfach den Wikipediaartikel dazu durch: Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Steinchen. Schuh für den sinnvollen Beitrag: Wie kann ich meinem Partner helfen?????? Von Nette im Forum Depression. Wie kann ich helfen? Von honigkuchenpferdchen im Forum Depression. Berechtigungen Neue Themen erstellen: Trackbacks sind an Pingbacks sind an Refbacks sind an.

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